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Von Meridels Schreibtisch… Januar 2018

Schalom

Aus tiefstem Herzen danken wir euch für eure Gebete und finanzielle Unterstützung. Das Geld fliesst in den «Topf» der uns hilft, unsere Türen offen zu halten und das Werk weiterhin zu tun. Hier sind einige Höhepunkte zur Ermutigung. Die Zeiten sind ernst und werden es immer mehr… und wir müssen unsere Herzen Jesus täglich hinlegen. Ich sagte kürzlich zu Jay, dass ich mich wie ein zitterndes Blatt am Ende eines Astes fühle. Aber Gott…! Wir haben gelernt, uns jeden Tag aufs Neue in IHM zu ermutigen.

Bitte betet mit uns zusammen für unsere 4 Söhne, die alle in den Medien arbeiten. David 48j., Christian 46j., Joshua 42j. und Daniel 31j. Sie waren ein enormer Segen für uns über all die Jahre, spüren aber dass der Heilige Geist sie für einen noch grösseren Dienst freisetzen möchte. Wir beten: Heilige – reinige, weihe und setze sie für dich frei, mache sie heilig – durch deine Wahrheit. Dein Wort ist Wahrheit. So wie du mich in die Welt gesandt hast, so sende ich sie in diese Welt. Joh. 17.17,18

Ziele für den Dienst 2018

Ja, der HERR IST AM WIRKEN! Wenn wir müde werden, bringt er uns Kraft von unerwarteten Seiten, und wir sind täglich dankbar dafür.

  1. Unser Film über Menschenhandel und sexuellen Missbrauch «Change Action Nepal» wurde ins Deutsche übersetzt, für Deutschland und die Schweiz. Die Kosten dafür übernahm ein Freund aus der Schweiz.
  2. Dieser Film wurde soeben auch ins Spanische übersetzt und synchronisiert, ein Freund hat uns seinen günstigsten Preis für seine Arbeit verrechnet. Wir haben einem Pastor in Guatemala eine Kopie geschenkt, welche mehrmals im Fernsehen gezeigt wurde. Über 11 Mio. Zuschauer haben so diesen Film gesehen. Wir verbrachten in den 70ern einige Jahre in Südamerika und beteten all die Jahre dafür, dass unser Werk auf Spanisch verbreitet würde.
  3. Wir haben soeben ein Video auf unseren Websites und Blog hochgeladen über die Situation in Gaza. Es ist hochaktuell in diesen täglichen Unruhen und Raketenangriffen.
  4. Unser Sohn Josh zieht von Jaffa nach Jerusalem. Er und Daniel, unser Kameramann und Herausgeber, freuen sich sehr, endlich unser brandneues TV Studio für Israel Vision aufzubauen. Das ist ein neuer Tag! Josh ist Profi in vielen Bereichen der Medien; normalerweise arbeitet er für Startups in Tel Aviv. Ich zitiere: «Papa, ich habe viele Menschen reich gemacht, jetzt werde ich täglich Zeit investieren für Israel Vision und Still Small Voice Projekte, denn das ist wirklich wichtig».
  5. CAN – Change Action Nepal (Verändern, Handeln, Nepal) ist nun endlich örtlich und landesweit in Kanada als Institution eingetragen. Unsere Anwältin hat eine spezielle Liebe zu Nepal und schenkte uns ihr Wissen. Sie begleitete den ganzen Rechtsweg und ist nun bereit, im Vorstand zu dienen.
  6. Dieses Jahr wird sich unser Team darauf spezialisieren, aktuelle Video Updates für unsere Zuschauer zu produzieren, gerade hier vor Ort in unserem eigenen Studio in Israel. Wir werden weiterhin über die Bedeutung Israels aufklären. Israel ist keine politische Angelegenheit… sondern es ist tatsächlich eine biblische Angelegenheit für alle Menschen, ob sie an die Bibel glauben oder nicht. Ganz entsetzt sehen wir, wie der aufflammende Antisemitismus wieder Züge wie vor dem 2. Weltkrieg annimmt. Ebenfalls verfolgen wir die weltweiten Angriffe auf das Christentum. Gott ruft: «WER ist auf der Seite des HERRN?» Lasst euch nur von IHM leiten und führen im 2018.
  7. Ich, Meridel, beende die Arbeiten an meinem neusten Buch «Unauslöschliche Flecken ausradieren»… Ich decke die Tiefen dieser SCHANDTATEN auf und wie diese geheimnisvolle Kraft unsere Generationen beeinflusst. Ich beschreibe ein ausführliches Portrait der Schrecken des sexuellen Missbrauchs im Rahmen des sogenannten «normalen Lebens». Ich lege die Aspekte dieser lähmenden Krankheit frei und tue mein Bestes, um meine Leser sanft und behutsam durch die heiklen Befreiungs- und Heilungsprozesse zu führen.
  8. Jay und sein Team beenden einen Film, für welchen er Regie führte und Daniel im Dezember filmte. Tracey ist eine Britin, welche Pferde «durch Glauben» reitet. Dieses Mal ritt sie mit ihren treuen Stuten vom nördlichsten Israel nach Jerusalem und bis zum Ramon-Krater im Süden. Mit der Kamera teilt sie die Geschichte Israels, welche sie durch die Begegnungen auf ihrer Reise erfährt.
  9. Das Herz Gottes ist heute in Israel am Werk: ein tiefgründiger Blick auf die Einsätze für Bedürftige innerhalb der messianischen Gemeinschaft hier in Israel, sei es für Juden, Araber oder eritreische Flüchtlinge. Wir beendeten den Film im Dezember und Jay hilft nun den Produzenten, den Film nach Kanada zu bringen. Unser Auftrag war schon immer, das Königreich Gottes zu suchen, indem wir sowohl die Werke anderer Dienste wie auch unsere hier im Land filmen.

Meridel und Daniel beten zurzeit darüber, nach Dallas, Texas zu reisen zur TD Jakes Pastoren und Leiterkonferenz vom 17.-21. April 2018. Wir wollen nichts verpassen, was Gott für uns bereithält. Wir verstehen, dass wir mit der Zeit gehen müssen. Wir zögern nur wegen der Auslagen. Aber es ist für uns alle lebenswichtig, gestärkt zu werden. Ich, Meridel, wäre so glücklich, wenn Josh Zeit hätte, an meiner Stelle zu gehen. Bitte erwähnt das in euren Gebeten.

Euer Mittragen, Beten und Geben wird uns helfen, unsere Werke im kommenden Jahr fortzusetzen, um das Königreich Gottes auf der Welt zu verbreiten. Meine Familie und ich danken euch ganz herzlich für eure Unterstützung.

Dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden in 2018.

Für diejenigen, die unsere Video Updates nicht erhalten, kann folgender Artikel sehr interessant sein.

«Siehe, ich bringe sie herbei aus dem Land des Nordens und sammle sie von dem äussersten Ende der Erde, unter ihnen Blinde und Lahme, Schwangere und Gebärende, sie alle zusammen; als eine grosse Volksversammlung kehren sie hierher zurück. Mit Weinen kommen sie…». Jeremia 31.8,9

Trotz seiner Nachbarn und deren ständigen Lügen und Angriffen ist Israel paradoxerweise die Arche Noah für Juden, so wie Gott es vorgesehen hat. Die Heimkehr der Juden begann um 1880. Keine Nation wollte die Juden. Wenn du daran zweifelst, schaue dir die Geschichte an (Kanada inklusive). Die Situation spitzte sich während dem 2. Weltkrieg zu. Verarmte Juden kehrten nach Zion zurück, weinend, gezeichnet von Krankheiten und Mangelernährung, gerade so wie es die Propheten vorausgesagt haben. Das macht Israel absolut speziell! Oh, wie wir es lieben, alle zu ermutigen, welche wir antreffen, um zu kommen und ihren rechtmässigen Platz in der Geschichte hier einzunehmen… Das war schon immer ein grundlegendes Ziel unserer ursprünglichen Berufung, welche uns zu den jüdischen Gemeinschaften überall auf der Welt führte.

Aber wir wollen uns auf das heutige «Zion» konzentrieren. Erinnert ihr euch an die Intifada – den palästinensischen Aufstand von 2011? Weil wir unseren Fokus auf Israel legen, nehmen wir von Israel Vision die Produktion vom Sommer 2011 wieder auf. Junge und alte Israeli waren auf der Strasse, um zu protestieren, lebten in Zelten und forderten die Regierung dazu auf, ihre Versprechen gegenüber den Bürgern einzuhalten. Brachten diese Proteste bedeutende Veränderungen?

Israel ist kein perfektes Land, aber es ist die einzige Demokratie im Mittleren Osten und unsere Bürger bleiben grösstenteils standhaft und loyal. Für viele junge Menschen ist jedoch die Grenze des Ertragbaren erreicht. Heute, in 2018, befinden wir uns wieder in einer solchen Zeit.

Jeder, der in Israel lebte, weiss, dass die Mieten und Lebenshaltungskosten sehr hoch sind, und die Löhne tief. Im Vergleich zu den USA bezahlen wir 23 % mehr für die Lebenskosten. Gleichzeitig sind die Löhne sehr tief… so tief, dass eine breite Bevölkerungsschicht sich kaum eine Miete für eine schäbige Wohnung leisten kann. Eine einfache Kellerwohnung kostet zwischen 1’000 – 1’500 US im Monat. Die Idee einer eigenen Wohnung ist zurzeit eine unrealistische Hoffnung, ganz zu schweigen, je ein Haus zu besitzen.

Eine kleine Wohnung kostet etwa 1,5 bis 2 Mio. Schekel (ca. 4-500’000 US $). Die Banken geben die Hypotheken zögerlich. Man muss mindestens 25 % Eigenkapital mitbringen, und ein monatliches Einkommen von ca. 20’000 Schekel (6’000 US $) ausweisen. Das alles um zu sagen, dass die meisten gewöhnlichen Menschen kaum mehr als einen Mindestlohn von 5’000 Schekel (1’500 US $) pro Monat verdienen.

Für Mietwohnungen in der Umgebung von Jerusalem ist es ein ausgesprochenes Glück, wenn die Miete unter 5’000 Schekel liegt. Dazu kommen in Israel Grundgebühren, Unterhaltsgebühren und Versicherungen, ebenso Gebühren für Strom, Wasser, Gas und Telefon, Internet und Kabelfernsehen. Und all das für eine Wohnung ohne Schränke, Einbauküche und Haushaltgeräte und meistens auch ohne Leuchtmittel. Natürlich gibt es immer wieder «Schnäppchen», aber nur sehr wenige sind auf dem Markt für Dutzende von Interessenten. Kein Wunder lehnen sich die Menschen auf. Wir sind eine hungrige Nation, ein Kind von drei hier in Israel lebt in Armut. Kann man das glauben? Es ist schockierend!

Aus diesen Gründen… frustriert und verzweifelt stellten die Menschen Zelte auf und protestierten. Heute, beinahe 7 Jahre später, fragen wir: «Sind die Dinge besser»? Um ehrlich zu sein gab es Verbesserungen für behinderte Menschen, was alle unterstützen. Aber die hohen Lebenshaltungskosten steigen und mehr und mehr Israeli fallen aus dem sozialen Netz. Vielleicht interessiert euch unsere neuste DVD, die ihr bei uns bestellen könnt: Das Herz Gottes ist heute im Heiligen Land am Werk.

Den Film über die Wohnungskrise könnt ihr auf unserem Blog oder unseren Webseiten anschauen. Wenn ihr eine E-Mailadresse habt, schickt sie uns bitte, so können wir euch Briefe und Nachrichten von unseren Webseiten zustellen.

Email: meridel.rawlings@gmail.com   Webseite: www.stillsmallvoice.tv   www.israelvision.com

Tentifada in Israel (2011) Part I

SIONIN VAIKEUKSIA

SIONIN VAIKEUKSIA

Olen varma, että alla oleva teksti kiinnostaa niitä, jotka eivät saa videopäivityksiämme.
”Katso, minä tuon heidät pohjoisesta maasta, kokoan heidät maan perimmäisiltä ääriltä. Heisson on sokeita ja rampoja ynnä raskaita ja synnyttäväisiä: suurena joukkona he palajavat tänne. Itkien he tulevat…” Jeremia 31: 8-9

Huolimatta naapureiden alituisista valheista ja jatkuvista hyökkäyksistä, paradoksaalista kylläkin, Israel ON Kaikkivaltiaan mukaan Nooan arkki juutalaisille. Heidän kotiinpaluunsa alkoi 1880-luvulla. Yksikään kansakunta ei halunnut ottaa vastaan juutalaisia. Mikäli epäilet tätä, selaa vähän taustatietoja. Kanadakin (Rawlingsien kotimaa suom.huom.) kuului ei-haluajiin. Tilanne vain pahentui II maailmansodan aikana. Köyhiä juutalaisia palasi raamatulliseen Sioniin itkien; tautien ja aliravitsemuksen heikentäminä, aivan kuten profeetat olivat nähneet ja uskollisesti kirjoittaneet. Tämä tekee Israelista aivan ainutlaatuisen! Oi, miten mielellään työskentelemmekään ja rohkaisemmekaan jokaista tapaamamme tulemaan ja ottamaan oman oikeutetun paikkansa täällä, historian kulussa…. Se on aina ollut meidän alkuperäisen kutsumme perustana oleva päämäärä. Tuo kutsu vei meidät juutalaisyhteisöihin eri puolille maailmaa.

Mutta haluaamme kohdistaa huomion nykypäivän Sioniin. Halutessamme keskittyä sisäiseen tilanteeseen Israelissa me täällä Israel Visionissa lähetämme uudelleen tuotantomme, jonka otsikko on TENTifada (sanaleikki TENT= teltta, intifada= kansannousu, suom.huom.) TELTTAnousu kesältä 2011. Tentifada liittyy termiin intifada, jota palestiinalaiset käyttävät kansannoususta. Kaikenikäiset israelilaiset protestoivat kaduilla ja toreilla, he asuivat teltoissa kertoakseen hallitukselle, että sen tulee pitää kansalaisille annetut lupaukset. Tuottivatko nämä protestit merkittävää muutosta?

Israel ei ole täydellinen maa, mutta se on Lähi-idän ainoa demokratia, ja meidän kansamme on pääosin on vakaata ja lojaalia väkeä. Kuitenkin monet nuoret ovat murtumaisillaan. Nykyisin, siis vuonna 2018, käsillä on jälleen yksi noista hetkistä.

Jokainen, joka on elänyt Israelissa voi varmentaa tosiasian, että vuokrat ja elinkustannukset ovat erittäin korkeat ja palkat matalat. Yhdysvaltoihin verrattuna maksamme 23% enemmän elinkustannusindeksiä. Samaan aikaan palkat ovat sopimattoman alhaisia… niin pieniä, että itse asiassa suuri osa yhteiskuntaa pystyy nipin-napin vuokraamaan kehnoista kehnoimman asunnon. Jopa maan tasalla olevan asunnon vuokra voi olla 1 000-1 500 dollaria kuussa.

Ajatus oman asunnon omistamisesta on nykyään sula mahdottomuus, saati sitten oman talon omistaminen. Hyvin pienen asunnon ostamiseen tarvitaan noin 1,5 – 2 miljoonaa šekeliä ( 395 000 – 527 000 euroa). Pankit eivät hevin myönnä lainaa. Sinulla tulee olla säästettynä ainakin 25 % asunnon hinnasta sekä 5 270 euron kuukausitulot. Kaiken kaikkiaan tilanne on se, että tavalliset ihmiset ansaitsevat hädin tuskin minimipalkan verran, siis 5 000 šekeliä (1 317 euroa). Israelissa täytyy ottaa huomioon myös kiinteistöverot, rakennusten ylläpito ja vakuutukset. Jatkuviin kuukausimenoihin kuuluu: sähkö, vesi, kaasu sekä puhelin ja internet. Kaikki nämä kulut pienestä asunnosta, jossa ei ole komeroita, kaappeja, kodinkoneita, usein ei edes valaisimia. Löytyy luonnollisesti hyviä löytöjä, mutta niitä on hyvin harvassa, ja monet kymmenet ihmiset tahtovat saada sellaisen. Ei siis ihme, että ihmiset ovat ‘sotajalalla’. Israel on nälkäinen maa, jossa yksi kolmesta lapsesta elää köyhyydessä. Voitko uskoa? Järkyttävää!

Jotenka… turhautuneina ja epätoivoisina ihmiset pystyttivät telttoja ja protestoivat. Tänään, lähes seitsemän vuotta myöhemmin meidän on syytä kysyä: ”Ovat asiat yhtään paremmin?” Rehellisesti puhuen, vammaisten tilanne on parantunut, ja siihen kaikki ovat tyytyväisiä. Mutta korkeat elinkustannukset, kuten useimmissa muissakin maissa, kallistuvat entisestään. Yhä useampi israelilainen tipahtavat ahdinkoon. Haluat ehkä tilata tuoreimman DVD-filmimme: ”The Heart of God at Work in the Holy Land Today.”

Jos haluat katsella filmin asuntokriisista, mene blogi- tai nettisivuillemme. Jos Sinulla on sähköpostiosoite, niin lähetäthän sen meille ja tilaathan kuukausikirjeemme sivujemme kautta: www.stillsmallvoice.tv tai www.israelvision.tv

Tentifada in Israel (2011) Part I

Meridelin kirjoituspöydältä Tammikuu 2018

Shalom !
Kiitämme sydäntemme pohjia myöden teitä rukouksistanne ja taloudellisesta tuestanne. Ne on laitettu ‘pataan’, jonka avulla ovemme pysyvät avoimina ja työmme jatkuu ja etenee.Tässä muutamia poimintoja, jotka rohkaisevat teitä rukoilemaan puolestamme. Ajat ovat vakavat ja kehitys vie edelleen samaan suuntaan… Meidän on luovutettava sydämemme päivittäin Jeesukselle.

Sanoin tänään Jaylle, että tunnen olevani kuin oksan kärjessä oleva värisevä lehti. Mutta Jumala…! Olemme oppineet rohkaisemaan itseämme Hänessä päivä päivältä. Rukoilettehan yhdessä Jayn ja minun kanssa neljän poikamme puolesta, jotka työskentelevät median parissa: David 48 v., Christian 46 v., Joshua 42 v. ja Daniel 31 v. He ovat olleet valtaisa siunaus meille monien vuosien ajan, mutta koemme Pyhän Hengen haluavan vapauttaa heidät vielä suurempaan palvelutehtävään. Rukoilemme: Pyhitä heidät – puhdista, vihi, erota heidät Sinulle, tee heistä pyhiä – totuudellasi. Sinun sanasi on totuus. Niin kuin sinä lähetit minut maailmaan, niin olen minäkin lähettänyt heidät. Johannes 17: 17 – 18

Palvelutyön päämääriä vuodelle 2018

No, HERRA ON LIIKEKANNALLA! Kun me uuvumme, Hän tuo voimaa aivan odottamattomilta suunnilta, mistä olemme päivittäin kiitollisia.

1. Filmimme ihmiskaupasta ja seksuaalisesta hyväksikäytöstä, CAN-työstä Nepalissa on käännetty saksaksi sekä Saksaa että Sveitsiä varten erään sveitsiläisen ystävän lahjoituksien turvin.

2. Tämä filmi on hiljattain dubattu espanjaksi erään ystävän maksettua siihen tarvittavat kulut. Olemme antaneet eräälle guatemalalaiselle pastorille luvan esittää sitä useaan kertaan hänen 11 miljoonalle katsojalleen. Vietimme Etelä-Amerikassa vuosia 70-luvulla, ja siitä lähtien he ovat rukoilleet työmme puolesta ja pyytäneet sen leviävän espanjaksi.

3. Julkaisimme juuri videon netti- ja blogisivuillamme Gazan tilanteesta. Se on varsin ajankohtainen ajatellen nykyisiä levottomuuksia ja raketti-iskuja. Iran piileksii terrorin varjoissa.

4. Poikamme Josh muuttaa Jerusalemiin Jaffasta. Hän ja Daniel, kameramiehemme ja editoijamme, ovat hyvin innostuneita käynnistäessään lopultakin Israel Visionin tuliterän televisiostudion. Uusi päivä koittaa! Josh on monessa suhteessa media-ammattilainen. Tällä hetkellä hän työskentelee start-up -yritysten parissa Tel Avivissa. Siteeraan: ”Isä, olen tehnyt monista ihmisistä rikkaita, nyt omistan osan ajastani joka päivä Israel Vision ja Still Small Voice -projekteille, sillä niillä on todella vaikutusta.”

5. CAN – muutos, toiminta, Nepal – on vihdoin levinnyt Kanadan eri alueille ja liittovaltion tasolle. Juristimme rakastaa erityisesti Nepalia ja hän lahjoittaa ammattitaitonsa tähän työhön. Hän on luotsannut meitä kaikkien juridisten prosessien läpi ja on nyt valmis palvelemaan hallituksessamme.

6. Tänä vuonna tiimimme keskittyy tuottamaan ajankohtaisia videopäivityksiä katsojillemme suoraan täältä studioltamme Israelista. Jatkamme opetusta Israelin tärkeydestä. Israel ei ole poliittinen seikka… se on itse asiassa raamatullinen seikka KAIKILLE kansoille, uskovatpa ne Raamattuun tai eivät. Seuraamme kauhistuneina antisemitismin räjähdysmäistä lisääntymistä aina II maailmansotaa edeltävälle tasolle. Näemme kristittyjä vastaan suunnattuja hyökkäyksiä eri puolilla maailmaa. Jumala huutaa ja kysyy: ”KUKA on HERRAN puolella?” Annetaan siis HÄNEN siirrellä ja johdattaa meitä vuonna 2018!

7. Minä, Meridel viimeistelen tuoreinta kirjaani ”Erasing Indelible Stains” (Lähtemättömien tahrojen poispyyhkiminen), jossa tuon julki ne syvyydet, mitä VÄÄRYYS on ja miten tämä mystinen voima vaikuttaa sukupolviimme. Maalaan syvällisen kuvan seksuaalisen hyväksikäytön kauhuista n.k. ‘normaalin elämän’ puitteissa tarkasteltuna. Erittelen järjestelmällisesti tämän rampauttavan taudin ja teen parhaani kuljettaakseni lukijan hellästi ja varoen läpi herkän vapautumis- ja parantumisprosessin.

8. Jay ja tiimi viimeistelevät filmiä, jonka Daniel joulukuussa ohjasi ja kuvasi. Tracey on brittiläinen nainen, joka ratsastaa hevosellaan uskonvaraisesti. Tällä kertaa hän ratsasti uskollisella hevosellaan Pohjois-Israelista Jerusalemiin ja sieltä etelään aina Ramonin kraaterille asti. Kameran edessä hän kertoo Israelin historiaa, jota hän oppi paikallisilta asukkailta matkan varrella.

9. ‘The Heart of God at Work in Israel Today’ (Jumalan sydän työssä ja toimissa Israelissa nykyään’) on syvällinen katsaus niihin tavoittaviin puutteenalaisille suunnattuihin toimiin, joita messiaaninen yhteisö täällä Israelissa toteuttaa; kohteina ovat juutalaiset, arabit, etiopialaiset ja pakolaiset. Saimme filmin valmiiksi joulukuussa, ja nyt Jayn auttaa tuottajia viemään sen Kanadaan. Meidän mandaattimme on aina ollut Jumalan valtakunnan etsiminen. Filmaamme mielellään toisten palvelujärjestöjen työn edistämiseksi tässä maassa – aivan kuten omaammekin.

Meridel ja Daniel rukoilevat, että he pääsisivät Teksasin Dallasiin TD Jaken järjestämään pastoreiden ja johtajien konferenssiin 17. – 21. huhtikuuta. Emme halua jäädä paitsi mistään, mitä Jumalalla on meitä varten. Ymmärrämme, ette on liikuttava aikojen myötä. Epäröimme vain kulujen vuoksi, mutta meidän kaikkien on äärettömän tärkeää saada voimistusta ja vahvistusta. Minä, Meridel iloitsisin, mikäli Josh voisi saada vapaata ja lähtisi minun asemestani. Mainitsethan tämän rukouksissasi.

Teidän meihin kohdistamanne välittäminen, rukous ja lahjoitukset mahdollistavat työmme jatkumisen. Tuomme sen avulla esiin Jumalan valtakunnan mysteeriä maan päällä. Perheeni yhtyy sydämellisiin kiitoksiin antamastanne tuesta.

Tulkoon Sinun valtakuntasi, tapahtukoon Sinun tahtosi niin maan päällä kuin taivaassa tänä vuonna 2018.

From Meridel’s Desk… January 2018

Shalom
Thank you from the bottom of our hearts for your prayers and financial contributions. It has been put into the ‘pot’ to help keep our doors open and the work going forward. Here are some pointers to encourage you in prayer for us. The time is grave and growing ever more so… and we have to daily submit our hearts to Jesus. I told Jay, I feel like a leaf trembling on the end of a branch. But God…! We have learned to encourage ourselves in Him day after day.

Kindly join Jay and I in this prayer for our four sons all working in Media: David 48 yrs, Christian 46, Joshua 42 and Daniel 31. They have been a tremendous blessing to us over these many years, but we sense the Holy Spirit wants to loose them for even greater service. We pray: Sanctify them – purify, consecrate, separate them for Yourself, make them holy – by the Truth. Your Word is Truth. Just as you sent Me into the world, I also have sent them into the world.” John 17:17, 18.

Ministry Goals for 2018:

Well the LORD IS ON THE MOVE! When we grow weary He brings strength from most
unexpected quarters, for which we are daily grateful.

1. Our film on Human Trafficking and Sexual Abuse Change Action Nepal has been translated into German; for Germany and Switzerland, the cost donated by a Swiss friend.

2. This film has also just been synchronised into Spanish by a dear friend who gave us the best price for his work. We have given a Pastor in Guatemala our release for multiple televised showings out to his 11 million viewers. We spent years in South America in the 70’s and since then have prayed these many years for our work to go out in Spanish.

3. We have just released a video on our web sites and blog about the situation in Gaza. It is very topical with the current unrest and rocket attacks. Iran stands in the shadow of terror.

4. Our son Josh is moving up to Jerusalem from Jaffa. He and Daniel, our camera man-editor are excited to finally be setting up Israel Vision’s brand new television studio. This is a new day! Josh is a professional in many aspects of media, currently working for ‘start ups’ in Tel Aviv. I quote him: “Dad, I have made a lot of people wealthy, now I am going to devote part of each day to promote Israel Vision and Still Small Voice projects for they really count.”

5. CAN – Change Action Nepal is finally incorporated provincially and federally in Canada. Our lawyer has a special love for Nepal and is donating her expertise. She has guided us through all of the legal process and is now willing to serve on the Board.

6. This year, our team will concentrate on producing topical video updates for our viewers, right here within our own studio in Israel. We will continue to educate concerning the importance of Israel. Israel is not a political issue… it is actually a Biblical issue for ALL peoples, whether they believe the Bible or not. We are watching horrified as anti-Semitism explodes to pre WW11 levels. So to we see the onslaught against Christians globally. God is calling out: “WHO is on the LORD”S side?” Lets allow HIM to move us and lead us in 2018!

7. I, Meridel am completing my latest book entitled “Erasing Indelible Stains”… I lay bare the depths of what INIQUITY is and how this mysterious force affects our generations. I paint an in depth portrait of the horrors of sexual abuse within the frame work of so called ‘normal life’. I systematically dissect this crippling disease and do my best to tenderly and carefully walk my reader through the delicate deliverance and healing processes.

8. Jay and team are completing a film he directed and Daniel shot in December. Tracey is a British woman who rides her horses by faith. This time she rode her faithful steeds from Northern Israel up into Jerusalem and as far south as the Ramon Crater. On camera, she shares the history of Israel that she learns from locals along her route.

9. The Heart of God at Work in Israel Today: is an in depth look at the outreaches going on to the needy from within the Messianic Community here in Israel, be they Jews, Arabs, Ethiopians Refugees. We completed the film in Dec and Jay is now helping the producers introduce it into Canada. Our mandate has always been to seek the Kingdom of God as we love to film the work for other ministries in the land as well as our own. Meridel and Daniel are in prayer about going to Dallas Texas to TD Jakes Pastors and Leaders Conference this April 17th to 21st. We don’t want to miss anything God has for us. We do understand that we need to move with the times. We hesitate only because of the expense; but it is vital for us all to be strengthened. I, Meridel would be so happy if Josh could free himself to go in my place. Mention this in your prayers please. Your caring, praying and giving to us over the coming year will enable us to continue to work to bring forth this mystery of the Kingdom of God on earth. My family joins in with heart felt thanks for your support.

Thy Kingdom come, Thy will be done on earth as it is in heaven this 2018.

Remember the Tentifada in 2011?

TROUBLE IN ZION
For those of you who did not get our video updates on israelvision.tv, I am sure you will find this of interest.

“Behold, I will bring them from the north country, and gather them from the ends of the earth. Among them the blind and the lame, the woman with child and the one who labours with child together,A great throng shall return there. They shall come with weeping…”Jeremiah 31:8,9a.

In spite of her neighbours with their ongoing lies and continuous attacks, paradoxically, Israel IS Noah’s Arc for Jews according to the Almighty. They began to return home in the 1880’s. No nation wanted Jews. If you doubt this, do a little checking, (Canada included!) The situation only grew worse during WWII. Poor Jews returned to Biblical Zion with weeping weakened by disease and malnutrition just as the Prophets perceived and faithfully penned. This is what makes Israel absolutely unique! Oh, how we love to work to encourage any we meet, to come and take their rightful place here in history…this has always been an underlying goal of our original call, which sent us to Jewish Communities world wide.

Wanting now to focus on inside of Israel, we at Israel Vision are re-posting this production from the summer of 2011.

Israelis of all ages were out in protest, locally known as the Tentifada, living in tents and trying to tell the government that they must keep their promises to their citizens. Did these protests bring significant change?Israel is not a perfect country, but it is the only Democracy in the Middle East and our people for the most part remain steadfast and loyal. However, many people, young and old alike, have reached the breaking point. Today, in 2018 is again one of those times.

Anyone who has lived in Israel can attest to the fact that the rents and cost of living are extremely high, and wages are low. Compared to the USA, we pay 23% more in our “cost of living index”.  At the same time, the wages are disgracefully low…so low in fact that a large sector of society can barely afford to rent the meanest of places. The idea of owning an apartment is now, “pie in the sky”, to say nothing of ever owning a house.

To buy a very small apartment will cost about 1.5 to 2 million shekels (between 4-5 hundred thousand dollars). The banks do not give mortgages easily. You must have at least 25% down, and an income of about 20,000 shekels per month, (US 6,000). The long and short of it is: most ordinary people barely earn above minimum wage of 5,000 shekels or US 1,500 dollars per month.

As for rentals, if you live around Jerusalem you will be lucky to find something for under 5,000 shekels (about $1,500)per month. In Israel you must also add property taxes (yes, the renter pays the taxes), building upkeep, and Insurance in addition to the on going monthly expenses of electricity, water, gas and phone/internet/cable. All this for a tiny place with no closets, cupboards, appliances and in most cases no light fixtures. Of course, there are always “good deals”but they are few and far in between and there will be dozens of people wanting them. No wonder people are up in arms. We are a hungry country with 1 in 3 children in Israel living in poverty. Can you believe that? Its a shocker!

So…in frustration and desperation people set up tents and protest. Today, almost seven years on we must ask, “are things any better?” To be honest, there have been improvements for the disabled which everyone is happy about, but the high cost of living~as in most countries~continues and more and more Israelis are falling through the cracks.

Tentifada in Israel (2011) Part I

Christmas & New Year greetings from Meridel

Merry Christmas & Happy New Year dear friends!
With joy, I write my last Still Small Voice letter for 2017. Above is a photo taken at the Mandala Center on the shores of Galilee. This location rests within the biblical fishing village of Mary of Magdalene.

The painting above represents the time when Jesus stood still in the midst of a moving throng of humanity and demanded: “Who touched me?” Luke 8:44a. A woman with a flow of blood for 12 years, dared to reach out and touch the tallit on Jesus’ prayer shawl. No one noticed, but He did! She had to come forward in front of all to receive her healing. Let each one reading this letter do the same. Come, reach out, push through until you touch Him. You hold the keys to your life, for only you can allow Jesus to renovate your life. Take this step now.

Jerusalem
The unusual photo Rt. taken by my nephew Paul Chobaniuk from Vancouver, is of the S.W. corner of the Temple Mount. In this place the Almighty said 45 times in the Bible: “I have put my Name there!” Believe it and tremble! For your own good, I hope that you are praying for the Peace of Jerusalem!

2017 is 100 years on from the Balfour Declaration. It marks 50 years since the Six Day War when God put Jerusalem back Jewish hands. Our secular politicians feared WW3 could break out and returned the Temple Mount to Islam. In 2017 UNESCO declared “Jews have no right here!!! In the time of Jesus, from this corner priests blew the shofar out over the city announcing the arrival of the Sabbath and the High holy days.

“For your Maker is your husband, the LORD of Hosts is His name: and your Redeemer is the Holy One of Israel, He is called the God of the whole earth.” Isa. 54:5

Family News
There are disappointments in life, but never in His love. This is what holds us steadfast. Well, for the Rawlings Family, 2017 has proven to be a year of the unexpected. First, after open heart surgery, our beloved husband and Abba is back. We are eternally grateful! All of us have had momentous challenges this year, but we have come through by God’s grace. David now enjoys filming and editing for Media Line Jerusalem. He helps to keep the Jewish world abreast of the latest happenings in the Holy Land. Photo Rt. David with Amitai 17 & Adi. Liyah 13, (Lt.) loves playing and singing.

 

Chris in Helsinki has been promoted to manager and heads a design team of 20. He has done our web work forever. He gives freely of his many gifts and time to keep Jerusalem Vistas and Still Small Voice websites up and running, also our work in Nepal, at the CAN website. Thank you son. He and Terhi celebrated their 25th wedding anniversary this year. See Rt. Their eldest son Noam, (above) goes to the Finnish Navy in January. Recently he came to visit.


Joshua is very busy in an incubator program in Tel Aviv for one of those famous Start Ups. The future looks very promising. Photo above. we are enjoying coffee at a patisserie in Old Jaffa. It was a HOT. Rt. Our granddaughters, 3 belong to Josh.

Daniel left. He is Dad’s right hand man and loves to cook as well as being our editor and valuable member of our film crew. Even tho there has been a drastic decrease in correspondence and support, we remain grateful and expectant. Else McPake writes from Glasgow Scotland. “I pray for you and Jay and sons individually every night. My prayers are being answered.”

 

Thank you for your prayers. We all live on the front lines of life here. Never under estimate the power of prayer. Keep standing heart to heart with Jesus, Israel and the Rawlings Tribe. “The blessing of the Lord makes rich and he adds no sorrow to it!”

We want to honor an adopted Israeli son, Iliyah, who came and lived with us for two years. He poured himself into the work of the Jerusalem Vistas studio. Recently, Daniel attended his wedding. He was a child immigrant from Russia and his beautiful bride immigrated from France. It was a marriage made in heaven, an answer to our prayers. Congratulations Iliyah!

 

 

The Media Buzz
This fall, Jay was commissioned by Mt. Moriah Trust in Britain to create a 3rd film for them. Tony and Kathy Stewart love to support fledgling ministries in Israel. Imagine! We are very grateful that Jay was able to produce and direct this film. The team travelled all over Israel interviewing 13 Messianic ministries. You will meet believers in Bethlehem and Ramallah in the Palestinian Authority, Jerusalem, Eilat, S. Tel Aviv, Ramle, Afula, and on up the coast to Nazareth and Carmel in Galilee. The film gives a refreshing and inspirational look at brave souls raised up both Jew and Arab.

The victorious General Allenby dismounted, enters Jerusalem on foot out of respect for the Holy City, 11 December 1917

This December 6th, marks 100 years since General Allenby entered Jerusalem on behalf of Great Britain. It marked the death knell of the Ottoman Turkish Empire. Our team is presently busy creating a unique film to commemorate the importance of this time in history. This is happening through Tracey Elliot, a brave young British woman, who is riding her horses ‘by faith’ throughout the length of Israel, “I learn the history of the land from the people of the land.” she said. See photos below.

Prayer Encouragement
We’ve already enjoyed days of heavy rain in Jerusalem. But we are in an ongoing 7 year drought. The Sea of Galilee almost 5 meters below the normal level, rose 3 cm. Snow now crowns Mt. Hermon. We are believing for a severe winter. I see it as a protection at this tumultuous bloody time on our Northern borders. Keep praying. Israel’s IDF and Christians have built a hospital to treat the injured Syrians.

“Meridel, I really am very moved by your letters. The Lord is amazing for the way in which He has brought you all through this year. I prayed, ‘Lord, we seriously do thank you for all you’ve done for Jay. You said, ‘trust in the Lord with all your heart and lean not on your own understanding’, but it’s a lot easier said than done. Don’t stop pouring down on this family. I keep hearing the phrase, ‘the best is yet to come’ May it be so.’” Janet Damary England.YES! is our response. May the LORD accomplish for us, what we cannot do for ourselves!

War Time and Harvest
War is on every side, l but It is also harvest time. Corn, cotton and olives have just been harvested here in Israel. Oranges, strawberries and avocados now fill market stalls. Spiritually, the harvest moves across the earth, for the Gates of Eternity are open for the persecuted and destitute to find their rest. Pray for those in the valley of decision. One Muslim person said, “I didn’t know which book was truth, the Koran or the Bible? Then I realized the Bible calls God, ‘our Father’ and ‘Abba’ and calls me to be, ‘His child’. It shows me an intimate God and as a Muslim, I made my choice for Jesus.”

This fall we harvested 44.5 kilos of olives. They were so rich and plump that when pressed, they gave us 15 kilos of golden organic oil. What a picture for each one of us.

Thank you for your support to me personally and to my on going work in sexual abuse. My prayer for you in 2018 is: May our spiritual roots grow deeper and stronger in 2018. May we decode to be obedient to the Still Small Voice. Only, then will His Word grow in our minds and hearts and bring increase.

May we be willing for the challenge to change. May we rid ourselves of the dead broken branches and make room for new growth and strength! Like the olive, let us cut out the diseased, and develop strong healthy root systems.

Each olive tree produces a unique fruit, no two trees are the same. Let us discover our unique abilities and calling into His glorious kingdom. May we not shrink back when Abba-Father prunes, shapes, grafts, pressures & crushes. May our lives produce beauty in His likeness.
May His Spirit fill us and grow lasting fruit.

“I am the vine; you are the branches. Whoever abides in me and I in him, he it is that bears much fruit; for apart from me you can do nothing.” John 15:5

Every blessing from the Rawlings and team
Meridel, Jay, David, Chris, Josh and Daniel

Meridel Rawlings, Box 84156, Mevasseret Zion, 9079097, Israel

Snakk ut

 I barndommen ble jeg tvunget til stillhet av kontroll, frykt, skam og konflikt. Det tok ti år før min stemme ble hørt.  Meridel Rawlings

Livet starter i familien, i min familie var det syke personer som plyndret min barndom. Nå har de heldigvis ikke lenger makt til å definere hvem jeg er. Jeg var det lille barnet som krympet fullstendig innvendig ved deres tilstedeværelse. Med stille besluttsomhet lærte jeg å fortrenge deres «tankesett».

Jeg lærte meg å være årvåken og løpe når jeg måtte; dessverre lyktes jeg ikke alltid. Det tok nesten fire tiår før jeg begynte å kjenne helhet. Mitt liv, ødelagt av generasjoner med seksuelt misbruk, er i dag bevis på at et frø plantet rett og med omsorg, kan og vil vokse i tide og bære mye frukt. Det som kunne ha drept meg, ble springbrett til mitt livs arbeid.

 Foto: Meridel alder 5, sin betrodde bror Donnie 6 og onkel Jamie 9, med Bambi, familiedyret på en onkels ranch.

Trenger du å stå opp og børste støvet av føttene dine?

Jeg måtte det! Man kan opprettholde alvorlige sykdommer på grunn av omstendighetene fra deres opprinnelse; men de trenger ikke å vare for alltid. Når tid og forhold skaper en vei for endring, grip den! Aldri stopp i å bevege deg i retning av din egen frihet og liv.

La oss starte med da min far ble født. Han kom til verden en brennende varm ettermiddag i august 1916. Det er 101 år siden, i den ville vestfrontbyen kjent som Calgary, Alberta, Canada. Noen av hans forfedre var svarte irske, engelskmenn og sveitsere som ankom Nord-Amerika med skip på 1700-tallet, før Canada og USA var nasjoner.

Fars besteforeldre var en veletablert engelsk familie. De solgte sin velstående butikk i Øst-Canada på slutten av 1800-tallet. De hadde et trygt og vellykket liv, men ønsket noe mer, derfor bestemte de seg for å dra vestover. Kontrastene mellom de og de robuste massene av nyankomne innvandrere fra Storbritannia, Europa, Russland og resten av verden var sterke. Det de hadde til felles var lengselen etter land; hektar eller land. Familien min tok sine fineste eiendeler og møbler med seg på den Kanadiske Pacific Railroad vestover. Fars farfar betalte $ 66,00 for 10 dekar av den berømte rike sorte leirjorda som Alberta ble kjent for som en av verdens brødkurver. Det eneste problemet var at bestefar var en forretningsmann, ikke en bonde. Hans areal, langt sør for Calgary hadde bølgede åser dekket med gress som ble kalt “hodeskalleprærien”. Han bygde et fint hjem, men ingen bonde ble han. For å øke familieinntektene gikk han sammen med familien i Calgary og åpnet en grønsakshandel.

Min fars bestemor var en forretningskvinne. Ved ankomst i Calgary kjøpte de en egnet bygning og etablert et blomstrende pensjonat. Hun hadde som mål å tiltrekke seg klientell som verdsatte bekvemmelighet og service. Hun holdt fast ved de finere ting i livet og oppmuntret sine døtre til høyere utdanning. Hun etablerte sine religiøse tradisjoner, etikette og kultur i det grove gudsforlatte hjørnet av verden. Luksus var hennes spesialitet og en sjelden vare i den lovløse vesten. Hun sørget for spesielle gjester. Velkommen i fra støvete veier fra reise, var dette komfortable, banebrytende og dette smakfulle etablissementet trakk mange. De fint innredede rom, avslappet atmosfære,

europeisk mat og de hvite dukene ble en blomstrende bedrift. Vertinnen, min oldemor møtte aldri en fremmed. Hun var litt av en dame. Hun hadde korsetter og lange kjoler og forlot aldri hjemmet uten en bred stilig hatt, gjerne dekorert med strutsefjær eller blomster matchende antrekket.

Foto: Pappas bestemor på verandaen til pensjonatet hennes.

Deres tredje datter, min fars mor og min bestemor, vokste opp beskyttet og som sin fars yndling. En sjenert og begavet, velutdannet ung dame. Hun var kunstnerisk og musikalsk og underviste på skolen samt holdt private musikkleksjoner. Det var i deres pensjonat at hennes mor introduserte henne til en gjest. En høy og stilig kledd «Yankee» med fremtredende manerer som antydet god avl. Oppmuntret av sin mor, startet hun et uformelt vennskap med den hyggelige gentlemannen som ofte var gjest når han hadde forretninger i byen. Stemmen hans bar en usedvanlig sjarm som både mor og datter fant uimotståelig, spesielt når han siterte poesi. Han kunne spinne garn og var behagelig å prate med. Han virket veldig selvsikker med sine elleve år eldre enn henne. Han var drømmemannen. Deres beskjedne bryllupseremoni ble holdt i fronten. Alle husets gjester var invitert. Ni måneder senere brøt farfars skrik stillheten og kunngjorde ankomsten av en ny generasjon i denne jødiske familien.

Foto: Bryllupet til farfars foreldre.

Farfar, en riktig amerikaner, ble mer eller mindre konstituer av sin familie som Pastor J. D. Dette bruddet på religionstradisjon førte til at min bestemor ble gjort arveløs. Hennes mann studerte og jobbet hardt for å bli en anerkjent leder i det kristne samfunnet. Min bestemor fortsatte å undervise i skolen og musikkleksjoner for å underholde sin voksende familie av to jenter og tre gutter. Bak lukkede dører endret den overbevisende, mildtalende pastoren seg om til en snik. Han så etter enhver mulighet for å være alene med døtrene og brukte hver anledning til å forgifte de med sin berøring. Det begynte forsiktig, nesten uskyldig. Han favoriserte og spilte jentene opp mot hverandre. Hans sønner tok inn alt sammen. Fars mor tok også inn dette og fikk flere nervøse sammenbrudd de første årene. Et hopp tolv år fram i tid. Kontroll, hemmelighold, frykt, religiøs hykleri, løgner og misbruk ødela langsomt familiens dynamikk. Hvert barn absorberte deler av denne småseksuelle galskapen sammen med deres morgengrøt. Streng disiplin gikk hånd i hånd, som pisking av guttene for ulydighet. Om natten ble de lagt i seng med historier om Guds kjærlighet.

Forvirring regjerte.

Min far var den eldste i søskenflokken og ble morens ansvarlige hjelper, samt leder av huset da faren hans var bortreist på besøk i ulike menigheter. Min far tok ansvar for arbeidet, hjalp til med matlaging, og spilte piano i de lokale kirkene. Men når ‘Pastoren var hjemme’, førte hans kontrollerende misbruk til lemlestelse. Mens hans kone hentet seg inn fra fødselen av sitt fjerde barn, fikk de en ung tjenestepike for å hjelpe med de daglige gjøremål. En ettermiddag gikk min far i boden for å hente smør. I mørkret snublet han over de sammenlimte kroppene av sin stønnende far og tjenestepiken i tenårene. Sjokket skar rett igjennom ham. Blindet av tårer løp han til låven, gjemte

seg bak deres trofaste hest og skrek han til han kunne gråte ikke mer. Til slutt tørket han tårene bort med hånden og tørket nesen på ermet. Senere den dagen da han gikk med litt te til sin syke mor; hamret bildene av de sammen limte kroppene tilbake til bevisstheten hans. Lidelsen han bar fikk ham til å svelge hardt for å kvitte seg bitterheten som fylte ham. Svetten rant nedover ryggen og hendene ble kalde som is. Raskt satte han brettet med te på sengen hennes, og flyktet ut av rommet, han våget ikke å møte blikket hennes. Ved erindring av hendelsen seksti år senere, erkjente far: “noe i meg døde den dagen…” Han var tolv år den gangen.

 

Foto: Far er nr. 3 fra høyre i familiebildet.

Under domenet til deres far, et religiøst, seksuelt rovdyr, levde familien i en krigssone. Barna visste aldri når en “hendelse” ville skje. Atmosfæren av spenning og stress tok sin toll. Det kunne være en alvorlig fysisk avstraffelse for guttene, eller seksuelle leker med jentene. Alle visste de når en av de andre ble misbrukt. Nerver og følelser vokste seg kalde. Familiens hemmelighet begravet i hvert hjerte begynte å råtne. Det ble aldri snakket om, aldri!

De var alle skuespillere. Familien lærte seg kunsten å dekke over deres kloke og djevelske far. Min bestemor kapitulerte under bestefars utroskap og incest. Denne bevegelsen av misbruk holdt frem hele veien til mitt liv og livet til så mange andre. Bare tiår senere ble denne sykdommen videreført mot barnebarna i min generasjon.

Bestemor ble mer og mer kompatibel og lydløs for hvert år som gikk. Det tok alt av hennes styrke til å holde seg i rollen som den pliktige pastorkonen. Hun bukket under for hans mentale triks, som uten tvil førte til ulike grader av galskap. Om det er noe jeg har lært så er det dette: “Seksuelle overgrep knuser sinnet!” Uten stand til å begripe virkeligheten hun ble svak. Hennes blide, kunstneriske, følsomme person ble trykket inn i undertrykkelse. Hun var ingen motstand for hans triks. Hennes “stilige herremann” var i sannhet en «ulv i fåreklær”.

Konsekvent ble min far og søsknene truet, noen mer enn andre. De var alle skuespillere og aktører. Undervist av sin mor vokste far opp til å bli en lovende pianist allerede i svært ung alder. Han ble lært klassisk og hellig musikk. Han ble trent for å være kirkepianist. Men da han ble eldre gjorde blues, jazz, boogie-woogie og soulmusikk ham populær blant venner. Musikken var en velkommen avledning fra det endeløse vonde og hyklerske.

Barna vokste opp og lærte seg raskt å ikke vise en snutt av følelser, hverken i hjemmet eller ute i det offentlige lys. Det perverterte markerte de alle. Religion ble et spill, noe man måtte holde ut med. Familien maskerte som en modellfamilie. Sett fra utsiden viste det at respekt og troskap var dags orden. Mange fellesskap og menigheter så opp til dem, til og med den dag i dag, kan du finne mennesker som snakker så godt om dydene til denne hyklerske familien. Bare tiden kunne fortelle hvordan denne sykdommen spilte seg videre ut i deres ekteskap og familier. Årene med skam og skuffelse dannet sakte, men sikkert tykke skall over en gang ømme sinn og hjerter.

I motsetning til andre, så var bestefar en pedofil som kunne kontrollere sitt seksuelle begjær. Åh ja, han var et rovdyr, lik en katt som venter på å fange en mus. Han var en mester til å vente på rette

øyeblikk. Han var en risikotaker. Ble han noen gang fanget? Jeg tror ikke det, fordi “hemmelighet” var navnet på selve spillet. Også han var listig og selektiv, som foretrakk små jenter. Incestsykdommen er forankret i generasjonens veier, med mindre den blir avslørt, fjernet med røttene og ødelagt. Ja, dessverre ble denne forbannelsen inkubert rett inn i min fars generasjon. Dessverre var det slik at da bestefars barn ble voksne, ble de den neste generasjon av rovdyr. Som eldste barnebarn ble jeg et hovedmål like fra fødselen. Min far, en onkel og en tante var gjerningsmenn. Deres subtile angrep fortsatte ukontrollert rett under nesene til deres ektefeller som ikke hadde erfaring med denne sykdommen. Man nesten må oppleve denne galskapen for å tro at det går an. Stillheten fortsatte å regjere.

 

Foto: Min bror Donnie, 4 år og jeg er 3 år gammel.

Etter bare ett møte kjente jeg instinktivt i en alder av tre år gammel, at jeg aldri måtte være alene med min bestefar igjen. Jeg visste at jeg var utrygg i deres hjem, men fortalte det aldri til noen. Mitt indre instinkt som en liten jente var å våke og flykte. Over tid begynte også min far å beføle meg. Misbruket han led under gjorde ham til en egoistisk, brutal og grov mann. Jeg lærte å holde meg på avstand.

Foto: Mine fars foreldre, hvor deres hjem var en felle for små jenter. Min bror Donnie, 5 og meg 4.

For en ekkel virksomhet! På denne tiden hadde pappa startet å prøve seg på meg, men jeg motsto. Han lurte meg når vi var alene i bilen på en forlatt bakvei. Han oppfordret meg til å prøve å styre sin nye bil. “Kom og sitt mellom beina mine» befalte han. Jeg var på fanget hans, og fingrene hans gjorde sitt skitne arbeid. Nå hadde jeg mistet det lille av tillitt jeg hadde hatt til han. Etter at jeg hadde vært fanget var jeg konstant opptatt av å våke og lytte. Instinktet mitt fortalte meg hvem jeg kunne og ikke kunne stole på, jeg lært å lytte til det etter hvert som jeg ble eldre. Enhver person som har opplevd misbruk kjenner til realiteten av isolasjon. Jeg var fullstendig fokusert på å beskytte meg selv. Det føltes som jeg alltid var på utsiden imens jeg så inn. Jeg ble ganske skeptisk og analytisk etter som jeg vokste opp. Jeg målte atmosfæren i et rom hver gang jeg gikk inn. Jeg ble meget skvetten og engstelig med en skadet tillitsfaktor. Men det var disse mekanismene som hjalp meg til å overleve, selv da når jeg var en så ung og sårbar liten jente.

Foto: Den vakre, utvidede familien inkluderte nå intetanende ektefeller. Jeg var 5 år gammel da dette bildet ble tatt.

Når jeg var ni år forsøkte min far å voldta meg i min seng , midt i den mørke natten. Jeg er fortsatt sjokkert over sannheten i barndommen min. Jeg har vært i krig med incest fra en alder av tre år da jeg ikke engang visste hva det ble kalt. Men jeg visste med hvert hjerte slag at dette var sykt! Jeg ser tilbake og husker alt veldig tydelig, men smerten har ikke lenger noe makt over meg. Jeg tror ikke jeg kunne ha overlevd uten den modige og kjærlige omsorgen fra min mor. Jeg snakket med henne om hva pappa gjorde med meg. Jeg husker tydelig hvor urolig hun var. Hun søkte hjelp for meg, men legene gjorde ikke noe. Hun fikk folk til å be for meg med kjærlighet vennlighet. Hun prøvde i det minste! Ikke mange døtre i en incestfamilie kan si det.

Foto: Jeg er ytterst til venstre. Jeg var 10 år og gråt hver gang noen var snille mot meg. Legg merke til lommetørkleet!

Så var det onkelen min, det er en annen historie. Han var en glatt ål som levde i fornektelse. Hans forkastelige seksuelle utbrudd begynte da jeg var et spedbarn. Det skjedde da mine besteforeldre satt barnevakt for meg, i deres hjem. Onkel nektet for å ha voldtatt meg da jeg var baby, selv om min mor bekreftet det hele. Hun så blodflekkene på lakenet i krybben min. Jeg husket det bare gjennom et svært forstyrrende og virkelig mareritt, og fant motet til å spørre min mor om det hele var sant eller ikke? Hun ble hvit i ansiktet, og ga meg anstendigheten til å bekrefte det, “Ja, det du har drømt er sant!” Jeg var så sjokkert over denne sannheten at jeg aldri klarte å stille flere spørsmål. Jeg vil spare dere for de stygge detaljene i drømmen.

Da jeg var 14 år måtte mor ta seg av denne onkelens unge førskole barn, og hun advarte meg mot å flytte inn sammen med de, men når mor var der følte jeg meg trygg i deres hjem. Når onkel var full skrøt han at han ville «få meg». En dag satt jeg ved kjøkkenbordet og ventet på min mor. Stille snek min onkel seg inn i rommet og angrep meg seksuelt ved å ta tak i mine skuldre. Før jeg rakk å reagere plantet han munnen fast over min imens han tvang sin slimete tunge nedover i halsen min. Jeg blir fortsatt opprørt og krympes når jeg tenker på det. Et voldsomt sinne reiste seg i meg, men jeg kunne ikke si noe. Jeg hadde en dagbok og den kvelden når jeg gikk til seng, skrev jeg om denne rare hendelsen. Neste dag tok min onkel meg alene i gangen og hvisket: “Jeg leste dagboken din, du må aldri si noe om dette til min kone, din tante, det ville drepe henne. “Jeg sa ingenting, men tenkte, “Hva med meg?” På et øyeblikk pakket jeg tingene mine i en liten pose for å dra hjem og aldri komme tilbake. Min onkels søster, min tante, hadde også blitt rammet av seksuelt misbruk og viste perversitet. Samme år som onkel forbrøt seg på meg, mens jeg tilsynelatende var skjermet i hans hjem; foruroliget hun meg også. Hun grep meg da ingen var til stede og tungekysset meg. Det var det samme angrepsmønsteret. Tre år senere lånte hun meg en kjole til skoleballet og insisterte på at hun skulle «kle» meg. “Åh, ropte hun imens hun så på kroppen min, «mannen din kommer til å elske brystene dine! “Det hele var ubehagelig og skamfullt. Hva er det med disse menneskene? De lemlester uskyld. Hun forsøkte å manipulere meg ved å ignorere meg det ene minuttet for og deretter falle over meg det neste. Jeg visste aldri hvor jeg hadde henne. Hun var gal av sjalu på sin eldre søster, og tullete fortalte hun meg, som var en videregåendeskole jente på den tiden, om forhold til menn hun hadde utenfor sitt ekteskap. Jeg sa aldri noe, men glemte det aldri. Det var et slags psykisk overgrep.

Foto: Her er jeg bare 14 år, men “gammel” på innsiden.

Årene med hykleri skapte en følelse av indre desperasjon og til tider hjelpeløshet. I mine år hjemme var jeg veldig “innestengt”. Det var umulig å ta med en venn hjem. Jeg ble stadig skamfull over min fars voldsomme drikking. Aldri kunne han gi meg en klem uten at jeg beskyttet brystene mine. Jeg var fullt klar over fars utroskap til min mor, det preget meg voldsomt. Som hans familie følte vi at vi var i veien. Vi tok beskjeden om at vi var ikke mye verdt for han. Jeg ble igjen adskilt og følte meg annerledes. Jeg søkte etter mening og en grunn til å leve. Jeg forsto ikke all denne uroen og lengselen jeg hadde i mitt unge hjerte. Jeg gråt ofte og bad daglig om å få oppleve et liv verdt å leve. Jeg visste at vi satt fast. Våre “religiøse” slektninger syntes synd på oss, noe som bare gjorde meg mer bestemt på å få oss ut av dette syke opplegget. Bitterhet gjemte seg dypt inne i meg, en del av meg følte seg frossen. Håndteringen av denne sykdommen har vært den største pågående interne kampen i livet

mitt. Den overskygget hvem jeg var, og hvem jeg følte at jeg måtte være? All forvirringen og følelsen av adskillelsen forkrøplet meg. Det tvang meg til å stille spørsmål ved alt og tenke ut av boksen.

Jeg måtte ta et bevisst valg for å “velge” å leve. Jeg bestemte meg for å aldri å slutte å kjempe mot alt det onde som kom mot meg. Siden jeg ble truet til stillhet i flere tiår føltes det ut som at jeg ikke hadde en stemme. Jeg hadde lært å avvise, motstå, stå opp og distansere meg selv. Det tok tiår før jeg kunne snakke ut. Jeg tenkte aldri på å gå til myndighetene for å avsløre de grusomhetene som ble begått av min bestefar, far og onkel. Min prioritet i alderen av sytten år, var å komme så langt unna som mulig fra min familie og gjøre noe viktig med livet mitt. Jeg følte meg plaget av deres trangsynthet og den begrensede verden de levde i. Den forsettlige blindheten, måten de dekket over for hverandre og stillheten var ødeleggende. Så fort videregående var ferdig flyttet jeg ut av hjemmet til foreldrene mine. Tørsten etter kunnskap og liv var en enorm gave som førte meg ut i livet. På grunn av vanskelige økonomiske forhold, la jeg til side mine ønsker om å bli motedesigner. I de neste tre årene bodde jeg i et beskyttet, pedagogisk og disiplinert miljø på en kanadisk sykepleieskole. Det var som en inkubator som jeg blomstret i. Jeg fikk oppleve et bredt spekter av livet, så rått og ekte som det er. Jeg var så takknemlig over at jeg ble tvunget til å vokse og utvikle meg som person. Jeg lærte å verdsette andre i deres mangfold og unikhet. Det ga meg en profesjonell plattform som jeg kunne stå på for å hjelpe andre. Når jeg var ferdig med eksamen tilbød jeg min mor og min søster å bo sammen med meg, et trygt hjem langt unna det hele. Men det ble ikke slikt. Jeg gjorde hva jeg kunne, men måtte igjen gå videre alene. Jeg kunne ikke redde de. Det sitter fortsatt noen angrer og tristhet rundt dette langt inne i meg. Jeg tilbød en rømningsvei, men min mor nektet å forlate sin mann og sitt hjem. Døtrene ble ofret. Den gode tingen var, nå var jeg fri til å fortsette med mitt eget liv, og det gjorde jeg. Men jeg hadde fortsatt flere spørsmål enn svar. Dessverre hadde jeg ingen å snakke med og smerten fortsatte å vokse.

Foto: Jeg ble uteksaminert med en hederspris i medisinsk sykepleie, Royal Alexandra Hospital, Edmonton, Alberta, Canada.

Det Kanadiske Universitet hadde et utvekslingsprogram som jeg reiste med, det gav meg en mulighet til å arbeide som sykepleier blant urfolk i India. Opplevelsen var livsforandrende. Det andre året arbeidet jeg fortsatt som sykepleier, men denne gang blant Tibetanske flyktninger og foreldreløse, sammen med mor Theresas veldedighetsmisjonærer. Det var fantastisk. Med begrensede språkferdigheter i Asia lærte jeg om ekte kommunikasjon. Mennesker kan snakke ansikt til ansikt på mange måter, ja, selv uten ord. Visdom var følgesvennen jeg søkte. Jeg ble beriket og istandsatt til å elske andre og meg selv litt mer for hvert år som gikk. Først da kunne jeg vurdere ekteskap. Jeg opplever fortsatt skjønnheten i likheter i liv vesentlig annerledes fra min egen. Jeg ble overbevist om at hemmeligheter holder en stum, behagelig, hyggelig, håndterlig, tørr og ineffektiv.

Foto: Mine yngre søstre og meg.

Min fars bestemor gjorde det mulig for bestefarens syke adferd til å utspille seg. Ikke fortell meg at hun ikke visste at han seksuelt tuklet med hvert eneste barnebarn i deres hjem, vanligvis når hun tok en ettermiddagslur. Det er et faktum at min mor deaktiverte min fars adferd. Ja, hun forsøkte å finne hjelp til meg, men etter hvert som mine søstre ble født, tror jeg hun bare ble utslitt med alt og bukket seg for hans brutalitet. Misbruket fortsatte å vokse gjennom årene … det er en sykdom og uten en viss form for kontroll, fortsetter sykdommen å vokse! Rolig ble det spilt ut videre i forskjellige scenarier i pappas fem familier og søsken. Hvor slutter alt? Sannheten er det aldri gjør det når skaden

allerede har skjedd. Ja man kan velge «å leve» og legge det bak seg, men ikke alle gjør det. Å gi tilgivelse bringer fred og avstand, men det som ble gjort, forblir en permanent flekk på våre liv. Min bror, (en har gått bort) og mine søstre og jeg kan snakke om noe av det som har skjedd oss. Vi velger å fortsette å gjøre verden et bedre sted, mens vi kjemper for våre egne familier og ekteskap; men arrene er der fortsatt sammen med levende minner.

Etter flere tiår var jeg endelig i stand til å konfrontere min far med det vonde han hadde forårsaket oss alle. Den gangen ba han umiddelbart om tilgivelse. Hans ydmyke og hviskende erkjennelse med bøyd hode hadde en dyp effekt på meg. Da han erkjente sin onde oppførsel vokste jeg litt mer. I det øyeblikket åpnet en dør i hjertet mitt. For første gang siden jeg var et lite barn, følte jeg lettelse og synd på ham. Han var for første gang i stand til å åpne opp om sin egen plagede barndom. Ja, jeg er enig, det er ingen unnskyldning for hans egne forkastelige oppførsel. Ingen unnskyldning i det hele tatt. Men han kom ikke med unnskyldninger! Jeg tok en beslutning og valgte å tilgi min ødelagte pappa. Han sørget og viste anger. Noe endret seg i oss begge. På det tidspunktet på slutten av trettiårene var jeg i stand til å ta et skritt tilbake, lot det gå, og jeg vandret videre. Mitt hjerte fortsatte å bære smerten for mine søstre og mor som ble igjen i hjemmet sammen med ham.

Min farfar døde av prostatakreft. Han ble syk og var sengeliggende i mange år. Min forferdelige tante ble mer hatefull som årene gikk, jeg fant det for smertefullt å være nær henne siden hun elsket å angripe og anklage meg. Jeg holdt avstand inntil jeg ble kalt til hennes dødsseng for å be for henne, som jeg gjorde med et stille hjerte. Mange år senere, som en erfaren og moden kvinne, samlet jeg endelig motet til å utfordre onkelen min om hans forkastelige overgrep. Først skrev jeg et brev til ham, som er et lovlig dokument og er den lovlige skriftlige presedens for å nærme seg en som har begått en forbrytelse. Jeg sendte det rekommandert brevet til hans datter for å spare hans kone. Så arrangerte jeg et møte med ham på hans kontor. Han beveget seg nervøst bak pulten sin og spilte veldig overlegen, noe som bare han kunne gjøre. Han stirret truende på meg som om han forsøkte å skremme meg. Jeg var klar og tydelig. Han var rask til å nekte for å ha voldtatt meg som et spedbarn. Nå var nå, hans fiende. Når jeg ikke vek en millimeter la han hodet tilbake, og utbrøt med en merkelig tørr latter; “Jeg har nok testosteron til tre menn.” Ved fullstendig ignorering av hans forsøk på å gjøre meg til skam og skremme meg, svarte jeg: «Våger du virkelig å beskylde min mor for å være en løgner?» Han ble stående mutt stille og avviste blikket mitt. Jeg reiste meg, gikk ut og så han aldri igjen. Noen år senere ble han diagnostisert med”paranoid-psykopati” og demens. Hans kone og jeg forble venner i 62 år. Aldri ble det sagt et ord om hans feil. Men hun foreslo at jeg ikke kom i begravelsen hans. Jeg tror det var hennes måte å fortelle meg at hun visste. Alle i min fars generasjon har nå gått bort. Hva med den åpenbare følelsen “jeg er lei meg”? Er vi ikke alle lei oss? Hva med min bestefar og onkel som gjemte seg bak fasaden av religion og respekten i den offentlige tjenesten? Disse mennene anerkjente aldri deres morderiske handlinger. Og bestemor? Hvor er hennes «jeg er lei meg for»? Var det virkelig ingen grad av anger? Jo, jeg tror det var det, men bare mellom henne og Gud. Hun fastet og gråt hver mandag så lenge jeg kjente henne. Bestefar og bestemor sendte meg på en dyr kristen et av mine skoleår, og mine søstre og fettere på kristne sommerleirer. Var det for å lette sin samvittighet eller våres? Var det hans måte og si: “Flinke jenter, dere har holdt kjeft? “Hvor mange pedofile går i graven uten anger og omvendelse, aldri å ha erkjent sin synd og dermed nektet deres ofre en følelse av avslutning? Jeg forfulgte høyere utdanning fordi jeg ønsket å være forberedt på alle måter for å nå ut til de som har lidd under samme forhold som meg. Seksuelt misbruk er for meg den verste krenkelsen et barn kan oppleve. “Uutslettelige flekker” er arbeidstittelen på min siste bok om emnet. I den tar jeg for meg hendelser fra klienters liv fra ulike deler av kloden. Sammen

arbeider vi for å få dem ut av dybden av seksuell misbruk i barndommen. Jeg ser på den siste boken som en viktig del av arbeidet, hvor jeg også tar for meg “nøklene til liv og død. “Matteus 16: 16-19. De ble de faktiske nøklene som førte meg inn i helbredelse, og jeg fortsetter å bruke prinsippene i dag. De gjorde det mulig for meg å etablere et sunt sinn og trygghet. Ekkoene, skyggene og fortidsminner hjemsøker meg ikke lenger. Det er jeg evig takknemlig for.

Temaet om seksuelt misbruk av barn i 1920- og 1930-tallet, som under min fars ungdom og 1940-tallet og 1950-tallet som var min tid, samt 1960-tallet som mine yngre søsken vokste opp under, var ganske uhørt. Slik undervisning og opplysning var av det sjeldne. Det giftige misbruket fortsatte å bevege seg nedover i vår familielinje usnakket alle disse årene. Heldigvis på grunn av gudfryktige lærere og venner, klarte jeg å bryte ut av denne onde syklusen. Så når jeg fikk en god helse, og fullførte min utdannelse i psykologi, begynte dørene å åpne seg for meg å snakke ut, undervise og rådføre de misbrukte, de seksuelle ofrene og de ødelagte. Overraskende begynte jeg i Tyskland og Sveits. Siden da har jeg reist verden rundt og fått bidra til helbredelse og frelse for mange gjennom Guds hjelp. I den opprinnelige konteksten i den utvidede familien på fars side er intriger og løgner forankret ned i vårt grunnlag. Mine søsken og jeg jobber fortsatt med hva vi velger å forlate. Ja, en del av oss er splitrett. Det er bare en liten grad av åpenhet i blant oss. Men den vokser. Den utvidete familien tar avstand fra meg; det er fortsatt ubehagelig å møte de gale realitetene. Det er lettere å avvise og ignorere, enn å omfavne de som kan minne oss om våre egne sår. For mange av mine kusiner forblir jeg «uønsket person». Det er så mye lettere å ignorere, avvise og benekte enn å være en venn. Vennlighet er en svært verdifull vare. Flere av oss har tatt imot troen, som våre forfedre. Vi er evig takknemlig for de familiemedlemmene på min mors side som steppet inn og fylte noen av hullene med kjærlighet. Som til og med skjermet oss gjennom mange stormer.

Min mann gjennom i femti år, en dokumentarist som har stått trofast hos meg. Våre fire sønner er fjerde generasjon og er fjernet fra farfar som ble født i 1885. Jeg har vært åpen og lært de om de lidelsene seksuelt misbruk påfører mennesker, slik mine søsken og jeg utholdt. Vår eldste sønn ledet sine brødre i dette løftet: “Denne sykdommen av incest skal aldri finnes iblant oss! Ikke vår tid! ” I seminarer har jeg snakket med mange foreldre som aldri har nevnt misbruket de opplevde til sine barn. “Hvordan skal barna lære av oss om vi ikke forbereder dem for livet? “Mine sønner jobber aktivt for å beskytte sine barn; våre barnebarn. De alle arbeider i media og vi har gitt dem muligheter til å dokumentere arbeidet mitt vedrørende misbruk. De hjelper meg med å utdanne et verdensomspennende publikum om hvordan å komme ut av, gjennomopprettelse, frigjøring samt å forbli fri; som er en livslang prosess. Vi har jobbet sammen i mange år, ulike steder og i forskjellige nasjoner for å lage filmer, CD-er, nettsteder og TV-programmer som avslører plagene av incest blant trossamfunn. I de siste fire årene har vi jobbet for forbedring av situasjonen til de unge ofrene av sexhandelen i Nepal. Vår TV-dokumentar på dette emnet heter, CAN – Change Action Nepal – “Du kan gjøre en forskjell”.

Heldigvis har den yngre generasjonen en ny virkelighet. Ved å kombinere min erfaring og deres tekniske evner, vi er i stand til å utdanne enkelt personer som er hjemsøkt og jaktet av predatoriske overgripere. Vi arbeider for å se denne generasjonen styrket med sannhet, kunnskap og “jeg kan” holdninger. De kan ta mitt arbeid og realistisk skape en bredere vei og nå til dette enorme globale behovet. Sammen har vi makt til å skape forandring. De har de ferdighetene og teknologien som kreves for å utfordre og forandre verden. Over halvparten av vår ungdom i denne konfliktfylte verden

lever under vold av krig, terrorisme og seksuelt misbruk. Sammen kan vi forandre dette dilemmaet, og gjøre verden til et mer medfølende sted.

Til konklusjon: 

Hvis seksuelt misbruk er en del av din erfaring, og du ikke har gjort noe med det, kan du finne noen som du stoler på og begynner å snakke med dem. Ikke forbli slik du har blitt. I privat rådgivning ser jeg visne liv gjenopplives. Å skape et trygt sted er en kunst. Bli med meg og bidra med å skape trygghet, gi tid og ha et lyttende hjerte til andre. Hva med rovdyrene som ikke kan motstå fristelsen av å lemleste sinnene, sjelene og kroppene til de mest sårbare medlemmene i samfunnet? De forblir blant de farligste menneskene i live. Deres verksted fortsetter innenfor i familiene, stedet som skulle være trygt. Hva vil vi gjøre med det?

Til slutt spør jeg: “Hva skjedde med Mr. Harvey Weinstein, Hollywoods keiser som viste seg å være et monster? ». Det er ingen tvil om sykdommen ble sådd i ham bak lukkede dører i hans eget barndomshjem. Og min bestefar … hvem brutaliserte hans barndom?.

«For du har berget mitt liv fra døden og foten fra å snuble, så jeg kan vandre for Guds ansikt i livets lys.» 

Salme 56:14

Du skal ikke lenger bli kalt forlatt. Herren gleder seg over deg. 

Frykt ikke, for jeg har frelst deg; Jeg har kalt deg ved navn; du er min! 

Jesaja 62: 4 a, c. Jesaja 43: 1a, Jesaja 49: 16a.

«Das Schweigen brechen»

In meiner Kindheit wurde ich mit Kontrolle, Angst, Scham und Beschimpfung zum Schweigen gebracht. Es dauerte Jahre bis ich meine Stimme erheben konnte.  Meridel Rawlings

Das Leben beginnt in der Familie. Aber in meiner Familie gab es kranke Menschen, welche mich meiner Kindheit beraubten. Heute haben sie zum Glück keine Macht mehr zu bestimmen, wer ich bin. Ich war dieses kleine Kind, das sich innerlich duckte in ihrer Gegenwart. Mit zielstrebiger Entschlossenheit lernte ich, ihrer Denkweise zu widerstehen. Ich kam zurecht, indem ich immer auf der Hut war und davonrannte, wenn ich musste; traurigerweise gelang mir das nicht immer. Es dauerte beinahe 4 Jahrzehnte bis ich ein Gefühl von Ganzheit entwickelte. Mein Leben, welches durch den sexuellen Missbrauch von Generationen zerbrochen war, ist heute ein Beweis, dass ein sorgfältig gesäter und gehegter Samen zu gegebener Zeit wachsen und viel Frucht bringen kann. Genau das, was mich hätte umbringen können, wurde zum Sprungbrett für mein Lebenswerk.

Foto links: Meridel 5j. mit ihrem vertrauten Bruder Donnie, 6j. und Onkel Jamie, 9j. zusammen mit Bambi, das Haustier auf dem Hof des Onkels

Musst du auch aufstehen und dir den Staub von deinen Füssen schütteln? Ich habe es getan! Während einer Geburt kann es zu ernsthaften Komplikationen kommen; aber oft dauern sie nicht ein Leben lang an. Wenn Zeit und Umstände einen Weg zur Veränderung eröffnen, nimm die Gelegenheit wahr! Höre nie auf, dich in Richtung deiner eigenen Freiheit und deines Lebens zu bewegen.

Wir beginnen mit Vaters Geburt. Er kam an einem glühend heissen Nachmittag im August 1916 zur Welt. Das war vor 101 Jahren, im Grenzstädtchen Calgary, Alberta, Kanada, im wilden Westen. Einige seiner schottischen, irischen, englischen und schweizerischen Vorfahren kamen um 1700 mit Segelschiffen in Nordamerika an, bevor es die Länder Kanada und USA gab.

Vaters Grosseltern waren eine gut situierte, englische Familie. Sie verkauften ihren blühenden Gemischtwarenladen im Osten Kanadas gegen Ende des 19. Jh. Abgesichert und erfolgreich in ihrer Lebensmitte, aber mit dem Wunsch nach «etwas mehr», entschlossen sie sich, Richtung Westen zu reisen. Der Unterschied zwischen ihnen und den entrechteten Massen von Neuankömmlingen aus England, Europa, Russland und dem Rest der Welt war sehr gross. Was sie aber gemeinsam hatten, war der Wunsch, Land zu kaufen, viel Land. Meine Familie nahm die edelsten Stücke ihres Mobiliars mit auf die kanadische Pacific Eisenbahn westwärts. Vaters Grossvater bezahlte 66.00 $ für 10 Morgen Land in Alberta, eine der Brotkammern der Welt, das bekannt war für seine fruchtbare, schwarze Lehmerde. Das einzige Problem war, dass Grossvater ein Geschäftsmann war und kein Bauer. Seine Felder lagen weit südlich von Calgary, verteilt über weichfallende, grasgrüne Hügel, mit dem Spitznamen «kahlköpfige Prärie». Er baute ein schönes Haus, wusste aber nicht, wie er das Land bebauen sollte. Um das Familieneinkommen zu erhöhen, schloss er sich seiner Familie in Calgary an und eröffnete dort einen Gemüseladen.

Vaters Grossmutter war eine Geschäftsfrau. Bei ihrer Ankunft in Calgary kauften sie ein passendes Gebäude und eröffneten eine erfolgreiche Pension. Sie suchte nach Kundschaft, die Komfort und Bedienung schätzten. Da sie die schönen Dinge liebte, ermöglichte sie ihren Töchtern eine Hochschulbildung. Sie brachte ihre religiöse Tradition, ihre Etikette und ihre Kultur in diese raue, gottverlassene Ecke der Welt. Luxus war ihre Spezialität, und ein seltenes Gut im gesetzlosen Westen. Sie kümmerte sich um spezielle Gäste. Viele waren angezogen von der gemütlichen, geschmacksvoll eingerichteten Pension und fühlten sich willkommen. Die schön dekorierten Zimmer, die entspannte Atmosphäre, die europäische Küche und die weissen Tischtücher legten den Grund für ein blühendes Unternehmen. Meine Grossmutter traf sich nie mit Fremden. Durch und durch Dame trug sie immer Korsetts und bodenlange Kleider. Wenn sie geschäftlich aus dem Haus musste, trug sie einen modischen Hut, entweder mit Straussenfedern oder Blumen geschmückt.

Foto links: Vaters Grossmutter auf der Veranda ihrer Pension

Ihre dritte Tochter, die Mutter meines Vaters, und meine Grossmutter, wuchs als geschütztes Lieblingskind ihres Vaters auf. Diese scheue, sehr begabte und gebildete junge Frau hatte ein sanftes Gemüt. Sie studierte Kunst und Musik und gab Privatunterricht in Musik. Ihre Mutter stellte ihr eines Tages einen Kunden vor. Der grossgewachsene Yankee, geschmacksvoll gekleidet und hochanständig, schien eine gute Partie zu sein. Von ihrer Mutter ermutigt, begann sie eine Freundschaft mit diesem freundlichen Mann, welcher oft in der Pension wohnte, wenn er für Geschäfte in der Stadt war. Den fröhlichen Charme in seiner Stimme fanden Mutter und Tochter so unwiderstehlich, ganz besonders wenn er Gedichte rezitierte. Er konnte Geschichten erzählen und unterhielt sich charmant mit den Gästen. Da er 11 Jahre älter war, schien er sehr selbstsicher. Er war der Mann ihrer Träume. Die bescheidene Hochzeitszeremonie wurde im vorderen Salon gefeiert. Alle Gäste der Pension waren eingeladen. Neun Monate später erfüllte Babygeschrei das stille Haus. Mit meinem Vater kündigte sich eine neue Generation in dieser jüdischen Händlerfamilie an.

Foto rechts: Hochzeit der Eltern meines Vaters

Meines Vaters Vater, der weltmännische Amerikaner, entpuppte sich, sehr zur Bestürzung der ganzen Familie, als Pfarrer J.D. Aufgrund dieses Traditionsbruchs wurde meine Grossmutter enterbt. Ihr Ehemann studierte und arbeite hart, um eine vertrauenswürdige Führerpersönlichkeit in der christlichen Gemeinde zu werden. Meine Grossmutter unterrichtete an der Schule und gab Musiklektionen, um die wachsende Familie zu unterstützen, mittlerweile 2 Mädchen und drei Jungen. Hinter geschlossenen Türen verwandelte sich der überzeugende, sanfte Pastor in einen hinterhältigen Verräter. Er hielt Ausschau nach Möglichkeiten, mit seinen Mädchen allein zu sein, und nutzte jede Gelegenheit, sie zu berühren. Es begann unschuldig und unbemerkt. Er spielte die Mädchen gegeneinander aus und arbeitete mit Lieblingen. Seine Söhne nahmen das alles in sich auf. Ebenso meines Vaters Mutter, welche deshalb in diesen frühen Jahren mehrere Nervenzusammenbrüche erlitt. Nach 12 Jahren haben Kontrolle, Geheimnisse, Furcht, religiöse Heuchelei, Lügen und Missbrauch das Familienleben langsam zerstört. Jedes Kind bekam täglich etwas von diesem verrückten Wahnsinn ab. Harte Disziplin ging Hand in Hand mit Schlägen für die Knaben, wenn sie ungehorsam waren. Abends wurden sie dann mit Geschichten über Gottes Liebe zu Bett gebracht. Verwirrung regierte.

Mein Vater war als ältester Sohn Mutters Helfer, und wurde Herr im Haus, wenn sein Vater in den verschiedenen ländlichen Gemeinden unterwegs war. Mein Vater was zuständig für Hausarbeiten, er half beim Kochen und spielte Klavier in den örtlichen Gottesdiensten. Aber wenn der Pastor zu Hause war brachte sein kontrollierter Missbrauch Zerstörung. Als seine Frau sich von der Geburt des 4. Kindes erholte, kam ein junges Hausmädchen, um mit den Hausarbeiten zu helfen. Eines nachmittags wollte mein Vater in der Speisekammer Butter holen. Da stolperte er im Halbdunkel über die verschlungenen Körper seines keuchenden Vaters und dem jungen Dienstmädchen. Er war zutiefst schockiert. Blind vor Tränen rannte er zur Scheune und versteckte sich hinter der gutmütigen Stute. Gut versteckt und an das zahme Pferd gelehnt weinte er, bis er keine Tränen mehr hatte. Schlussendlich wischte er seine Tränen mit dem Ärmel ab. Später an diesem Tag trug er einen Tee zu seiner Mutter, und dieses Bild der umschlungenen Körper kam ihm wieder hoch. Bitterkeit plagte ihn und er versuchte mühsam, diese herunterzuwürgen. Kalter Schweiss lief ihm den Rücken herab, und seine Hände wurden eisig kalt. Schnell stellte er das Teetablett neben das Bett und verliess den Raum sofort, weil er seiner Mutter nicht in die Augen schauen konnte. 60 Jahre später erinnerte sich mein Vater an dieses Ereignis: «Etwas in mir starb an diesem Tag, ich war zwölf».

Foto rechts: Vater, 3.von rechts auf diesem Familienfoto

Unter der Herrschaft ihres Vaters, einem religiösen, sexuellen Raubtier, lebte die Familien im Kriegszustand. Die Kinder wussten nie, wann etwas passierte. Die Spannungen und der Stress forderten ihren Tribut. Es konnte eine heftige Tracht Prügel für die Knaben sein oder Sexspiele für die Mädchen. Jedes wusste, wann der andere misshandelt wurde. Nerven und Sensibilität nahmen ab. Das Familiengeheimnis begann in den Herzen jedes einzelnen zu eitern. Aber man sprach nie davon, nie!

Sie alle waren Schauspieler. Die Familie lernte mit diesem klugen, diabolischen Vater zu leben. Meine Grossmutter kapitulierte vor der ehelichen Untreue ihres Mannes und vor dem Inzest. Damals wurde die sexuelle Belästigung in meinem Leben, und im Leben vieler anderer, in Gang gesetzt. Nur Jahrzehnte später wurde dieses Krankheitsmuster weiter verewigt an uns Enkelinnen meiner Generation.

Grossmutter wurde immer fügsamer und leiser mit jedem weiteren Jahr. Sie brauchte all ihre Kraft, um die Rolle der pflichtbewussten Pfarrersfrau aufrecht zu erhalten. Sie unterlag seinen mentalen Launen, welche, da bin ich überzeugt, zu verschiedenen Stufen von Wahnsinn führten. Wenn ich eines gelehrt habe, dann folgendes: »Sexueller Übergriff bricht den Verstand!» Da sie sich nicht mit der Realität abfinden konnte, wurde sie schwach. Ihre sanfte, künstlerisch begabte und sensible Persönlichkeit geriet in Vergessenheit. Sie war ihm unterlegen. Ihr «fein betuchter Mann» entpuppte sich als Wolf im Schafspelz. Als Konsequenz trugen sowohl mein Vater als auch seine Geschwister Schäden davon, einige mehr als andere. Sie waren Schauspieler. Von seiner Mutter unterrichtet, entwickelte sich mein Vater zu einem vielversprechenden Pianisten. Er lernte klassische und Kirchenmusik und spielte in der Kirche. Als er jedoch älter wurde, machten ihn Blues, Jazz, Boogie-Woogie und Soul beliebt bei seinen Kollegen. Musik war eine willkommene Abwechslung zur ständigen, schmerzhaften und schmutzigen Heuchelei.

Die Kinder wuchsen heran und lernten sehr schnell, wo sie keine Gefühle zeigen konnten. Jeder war gezeichnet durch die sexuelle Konditionierung. Religion wurde zu einem Spiel, etwas, das man ertragen musste. Die Familie trat als Musterfamilie auf. Von aussen schien Respekt und Treue an der Tagesordnung. Ganze Gemeinden sahen zu dieser mustergültigen Familie auf, und sogar heute gibt es Menschen, die immer noch die Tugenden dieser heuchlerischen Familie hochheben. Jahre der Scham und Enttäuschung bildeten langsam aber sicher dicke Verkrustungen über die einst zarten Seelen und Herzen.

Entgegen der verbreiteten Meinung war Grossvater ein Pädophiler, der seine sexuellen Bedürfnisse kontrollieren konnte. Ja, er war ein Raubtier, wie eine Katze, die auf eine Maus lauert. Er war Meister im Warten auf den richtigen Moment. Er nahm Risiken auf sich. Wurde er je erwischt? Ich denke nicht, weil Geheimhaltung der Name des Spiels war. Er war raffiniert und wählerisch und bevorzugte kleine Mädchen. Die Seuche des Inzests wuchert generationenübergreifend, ausser sie wird aufgedeckt, entwurzelt und zerstört. Leider wurde dieser Fluch direkt in die Generation meines Vaters weitergegeben. Es ist traurig, dass Grossvaters Kinder die nächste Generation von Raubtieren wurden. Als ältestes Grosskind war ich das Hauptopfer von Geburt an. Mein Vater, ein Onkel und eine Tante waren Täter. Ihre fiesen Angriffe gingen von deren Ehepartnern unbemerkt weiter, weil diese keine Erfahrung mit dieser Seuche hatten. Man muss diesen Wahnsinn erleben, um zu glauben, dass so etwas überhaupt möglich ist. Das Schweigen regierte weiter.

Foto rechts: Mein Bruder Donnie 4j. und ich 3j.

Nach nur einer Begebenheit als Dreijährige wusste ich instinktiv, dass ich nie allein mit meinem Grossvater sein sollte. Ich wusste ich war nicht sicher in ihrem Haus, sagte es aber niemandem. Mein sinnloser Protest als kleines Mädchen war, aufzupassen und wegzurennen. Mit der Zeit begann mein Vater, sich mir zuzuwenden. Der Missbrauch, den er selbst erlitten hatt, machte aus ihm einen egoistischen, brutalen und rohen Mann. Ich lernte, Abstand zu halten.

Foto links: Meine Grosseltern väterlicherseits, deren Heim eine Falle für kleine Mädchen war. Mein Bruder Donnie 5 und ich 4.

Was für ein schmutziges Geschäft! Mein Vater bereitete mich vor, aber ich war auf der Hut. Er trickste mich jedoch aus, als wir allein mit seinem Auto auf einer verlassenen Nebenstrasse unterwegs waren. Er ermutigte mich, sein neues Auto zu steuern. «Komme und sitz in meinen Schoss», befahl er. Ich war gefangen und seine Finger erledigten ihre schmutzigen Geschäfte. Ab diesem Moment verlor ich auch noch den letzten Rest von Vertrauen in ihn. Ich lernte, auf meinen Instinkt zu vertrauen, als ich älter wurde. Jeder Überlebende kennt die Realität der Einsamkeit. Meine Sinne waren darauf konzentriert, mich zu beschützen. Ich hatte das Gefühl, dass ich immer «draussen» war und nach innen schaute. Ich wurde sehr misstrauisch und analytisch. Ich konnte die Atmosphäre in einem Raum erkennen, indem ich ihn betrat. Ich wurde übervorsichtig und ängstlich, und konnte niemanden vertrauen. Als immer noch junges Mädchen haben mir diese Mechanismen geholfen, zu überleben.

Foto links: Die schöne erweiterte Familie schliesst nun ahnungslose Ehepartner ein. Ich war damals 5.

Als ich 9 Jahre alt war, versuchte mich mein Vater mitten in der Nacht zu vergewaltigen. Ich bin immer noch erschüttert über die Tatsachen meiner Kindheit. Ich stand auf Kriegsfuss mit Inzest seit meinem 3. Lebensjahr, als ich noch gar nicht wusste, dass diese Tragödie einen Namen hatte. Aber ich wusste mit jedem Herzschlag, dass dies krank war! Ich sehe zurück und erinnere mich ganz klar; aber der Schmerz hat keine Macht mehr über mich. Ich denke nicht, dass ich überlebt hätte ohne meine mutige und liebende Mutter. Ich habe ihr erzählt, was Papa mit mir anstellte. Ich erinnere mich sehr genau daran, wie verzweifelt sie war. Sie suchte Hilfe für mich. Ärzte halfen nicht. Sie fand Freunde, die für mich beteten. Sie hat es auf jeden Fall versucht. Nicht jede Tochter in einer inzestuösen Familie kann das sagen.

Foto rechts: Als 10jährige (links) weinte ich, sobald jemand nett zu mir war. Achtet auf das Taschentuch!

Als ich zu meinem Onkel kam war, war das eine ganz andere Geschichte. Er war aalglatt und lebt in Verleugnung. Seine verwerflichen sexuellen Taten begannen, als ich ein kleines Mädchen war. Damals wurde ich als Baby bei meinen Grosseltern väterlicherseits gehütet. Er leugnete stets, mich als Baby vergewaltigt zu haben, obwohl meine Mutter Blut auf den Bettlaken in meinem Gitterbettchen fand. Ich erfuhr nur davon, weil ich einen sehr seltsamen und ständig wiederkehrenden Traum hatte und den Mut fand, meine Mutter zu fragen, ob das wahr sei. Sie wurde ganz weiss, hatte aber den Anstand, es zu bestätigen. Ich war so schockiert ob dieser Tatsache, dass ich schwieg und keine Fragen mehr stellte. Ich erspare dem Leser die hässlichen Details dieses Traums.

Als ich 14 war warnte mich meine Mutter davor, vorübergehend zu diesem Onkel und seiner Frau zu ziehen, bis mein Vater sich niedergelassen hatte. Wenn er betrunken war, prahlte er damit, mich zu kriegen. Zur damaligen Zeit sorgte meine Mutter für die kleinen Kinder dieses Onkels. Mutter war also auch dort und ich fühlte mich sicher. Ich wartete sorglos am Küchentisch auf sie und las. Mein Onkel kam lautlos von hinten, niemand war in der Nähe, packte meine Schultern und presste seinen Mund auf meinen und zwang seine schleimige Zunge in meinen Hals. Ich bin immer noch empört und schaudere vor der Erinnerung. Wut kroch in mir hoch, aber ich konnte nichts sagen. Ich führte ein Tagebuch und schrieb am Abend über dieses gruselige Ereignis. Am folgenden Tag erwischte mich mein Onkel allein im Korridor und flüsterte: «Ich habe dein Tagebuch gelesen. Du darfst meiner Frau, deiner Tante, nie etwas darüber sagen, es würde sie umbringen». Ich sagte nichts, aber dachte «Und was ist mit mir?» Ich packte meine kleine Tasche und verliess ihr Haus umgehend und kehrte niemals mehr zurück.

Die Schwester meines Onkels, meine Tante, hat ebenfalls unter sexuellem Missbrauch gelitten und zeigte gewissen Perversionen. Im selben Jahr, als mein Onkel mich begrabschte, als ich anscheinend sicher war in seinem Haus, setzte sie mir ebenfalls zu. Sie packte mich, wenn niemand da war, und gab mir Zungenküsse. Es war das gleiche Angriffsmuster. Drei Jahre später lieh sie mir ein Kleid aus für den Abschlussball und wollte es mir unbedingt anziehen. «Oh», rief sie, als sie meinen Körper sah, «dein Ehemann wird deine Brüste lieben!» Ich war gedemütigt vor Scham und errötete. Was war nur mit diesen Leuten los? Sie zerstörten Unschuld. Was war mit ihnen? Sie versuchte mich zu manipulieren, indem sie mich ignorierte und dann plötzlich wieder über mich herfiel. Ich wusste nie woran ich war. Sie war wahnsinnig eifersüchtig auf ihre ältere Schwester, und erzählte mir, einem Schulmädchen, von ihren ausserehelichen Affären. Ich sagte nichts, aber vergass nie. Es war eine Art psychischer Missbrauch.

Foto links: Ich bin erst 14 Jahre alt, aber innerlich alt.

Die Jahre der Heuchelei brachten eine gewisse innere Verzweiflung und sogar Hilflosigkeit mit sich. Während meiner Jahre zu Hause war ich «ausgeschaltet». Es war unmöglich, eine Freundin nach Hause zu bringen. Ich schämte mich für Vaters Alkoholkonsum. Bei jeder seiner Umarmungen musste ich meine Brüste schützen. Ich war mir sehr wohl bewusst, dass mein Vater meine Mutter betrog und es schmerzte mich sehr. Wir als seine Familie hatten das Gefühl, ihn zu stören. Wir verstanden, dass wir ihm nichts bedeuteten. Ich hielt mich diskret zurück und fühlte mich nicht dazugehörend. Ich suchte einen Sinn im Leben. Ich verstand die Unruhe und Sehnsucht meines Herzens nicht. Ich weinte viel und betete täglich, ein lebenswertes Leben zu leben. Ich wusste, wir waren gefangen. Unsere religiösen Verwandten schauten mit selbstgefälligem Mitleid auf uns herab. Das machte mich nur umso entschlossener, dieses kranke System zu verlassen. Bitterkeit versteckte sich tief in mir, Teile von mir fühlten sich eingefroren an.

Die Auseinandersetzung mit dieser Krankheit war der grösste, andauernde innere Kampf in meinem Leben. Sie deckte meine Persönlichkeit zu, und wer ich dachte, zu sein. Die Verwirrung und das Gefühl von Zerstückelung war lähmend. Das brachte mich dazu, alles in Frage zu stellen und aus der Box heraus zu denken. Ich musste mich ganz bewusst für das Leben entscheiden und niemals müde werden, dem Bösen zu widerstehen, wo immer ich ihm begegnete. Da ich während Jahrzehnten zum Schweigen gebracht wurde, hatte ich keine Stimme. Ich habe gelernt, etwas bestimmt abzulehnen, zu widerstehen, aufzustehen und auf Distanz zu gehen. Es brauchte Jahrzehnte, bis ich das Schweigen brechen konnte.

Ich dachte nie daran, meinen Grossvater, Vater oder Onkel für ihre schrecklichen Taten anzuzeigen. Meine Priorität mit 17 Jahren war, so weit wie möglich von meiner Familie weg zu gehen und etwas Nützliches in meinem Leben zu tun. Ihr verkrampftes Denken erstickte mich und begrenzte meine Welt. Die vorsätzliche Blindheit, Vertuschungen und das Schweigen lähmten. Nach Abschluss des Gymnasiums zog ich aus. Mein Wissensdurst und mein Hunger nach Leben waren wunderbare Gaben, die mich ins Leben führten. Aufgrund der damaligen wirtschaftlichen Umstände hatte ich keine Möglichkeit für eine berufliche Karriere und ich legte meine Hoffnung zur Seite, eine Modedesignerin zu werden. Die nächsten drei Jahre lebte ich in der sicheren und disziplinierten Umgebung einer kanadischen Krankenschwesterschule. In dieser Umgebung konnte ich aufblühen. Ich sah ein breites Spektrum von Lebensmöglichkeiten. In diesem Prozess musste ich zum Glück erwachsen werden und meine Persönlichkeit entwickeln. Ich lernte, andere in ihrer Unterschiedlichkeit und Einmaligkeit zu schätzen. Ich erhielt eine berufliche Plattform, von der aus ich anderen helfen konnte.

Nach meinem Abschluss als Krankenschwester bot ich meiner Mutter und meinen Schwestern an, zu mir zu ziehen, in eine entfernte Stadt, und für sie zu sorgen. Aber es sollte nicht sein. Ich bemühte mich sehr, aber musste erneut weglaufen. Ich konnte sie nicht retten. Noch heute empfinde ich Bedauern und Traurigkeit darüber. Ich bot ihnen einen Fluchtweg, aber meine Mutter wollte ihren Ehemann und ihr Daheim nicht verlassen. Das brachte dann auch mit sich, dass die anderen Töchter geopfert wurden. Das Gute daran war, dass ich frei war, mein eigenes Leben zu leben, was ich auch tat. Aber ich hatte nach wie vor mehr Fragen als Antworten. Leider fand ich niemanden, mit dem ich darüber hätte sprechen können, und das schmerzte zusätzlich.

Foto links: Ich schloss die Krankenschwesterschule mit einer Auszeichnung aus, und war die Abschlussrednerin meiner Klasse vom Royal Alexandra Spital, Edmonton, Alberta, Kanada.

Der kanadische Universitätsdienst in Übersee ermögliche mir die einmalige Gelegenheit, als Krankenschwester nach Indien zu reisen, um einheimische Stämme zu pflegen. Diese Erfahrung war lebensverändernd. Danach verbrachte ich ein zweites Jahr mit CUSO, wo wir tibetische Flüchtlinge und Waisen pflegten, zusammen mit Mutter Teresas Schwestern der Nächstenliebe. Es war faszinierend. Mit meinen beschränkten Sprachkenntnissen lernte ich in Asien etwas über echte Kommunikation. Menschen können miteinander kommunizieren, von Angesicht zu Angesicht, auch ohne Worte. Weisheit war, was ich suchte. Diese Arbeit bereicherte mich und lehrte mich, andere und mich immer ein bisschen mehr zu lieben. Nur so konnte ich eine Ehe in Betracht ziehen. Ich erlebe weiterhin die Schönheit von Ähnlichkeiten in Leben, die sich erheblich von meinem unterscheiden. Ich wuchs in der Überzeugung, dass Geheimhaltung stumm macht, angepasst, nett, lenkbar, farblos und meistens ineffizient.

Foto: Meine jüngeren Schwestern und ich

Meine Grossmutter väterlicherseits ermöglichte Grossvaters krankhaftes Benehmen. Ich bin sicher sie wusste, dass er jede Enkelin in der Privatsphäre ihres Zuhauses entjungferte, gewöhnlich während sie ihren Nachmittagsschlaf hielt. In meinem Zuhause ermöglichte es meine Mutter meinem Vater. Ja, sie suchte zwar Hilfe für mich, aber als es dann um die nächsten Töchter ging, war sie einfach nur müde und unterlag der ganzen Brutalität.

Der Missbrauch wuchs über die Jahre… es ist eine Seuche, und wenn sie nicht bemerkt wird, wuchert sie einfach weiter! Leise ging das weiter in verschiedenen Szenarien in den fünf Familien meines Vaters und seiner Geschwister. Wo wird es wohl enden? Die Wahrheit ist, es wird nie enden, wenn der Schaden einmal angerichtet ist. Ja, man kann das Leben wählen und weitergehen, aber das machen nicht alle Betroffenen. Vergebung bringt Frieden und Distanz, aber was getan wurde, klebt wie ein unlöslicher Fleck an uns. Mein Bruder (einer ist verstorben), meine Schwestern und ich können einiges untereinander besprechen. Wir entschieden uns zu gehen, um die Welt ein bisschen besser zu machen, während wir für unsere eigenen Familien kämpfen und unsere Ehen; aber die Narben bleiben, zusammen mit lebhaften Erinnerungen.

Jahrzehnte danach war ich endlich in der Lage, meinen Vater damit zu konfrontieren, was er uns angetan hatte. Damals bat er sofort um Vergebung. Sein demütig geflüstertes Geständnis, mit gebeugten Kopf, hatte einen tiefen Einfluss auf mich. Als er seine schlimmen Vergehen gestand, wurde ich ruhiger. Eine Türe öffnete sich in meinem Herzen. Das erste Mal, seit ich ein kleines Kind war, spürte ich Erleichterung für mich und Mitleid mit ihm. Er konnte das erste Mal offen über seine eigene, schlimme Kindheit zu sprechen. Ja, ich stimme überein, es gibt keine Entschuldigung für sein eigenes, verwerfliches Tun. Keine Entschuldigung überhaupt. Aber er nutze es nicht als Entschuldigung! Ich traf eine Entscheidung und vergab meinem erbärmlichen Vater. Es tat ihm leid und er zeigte Reue. Etwas veränderte sich in uns beiden. Damals war ich bald vierzig, und ich konnte es endlich loslassen und weggehen. Mein Herz schmerzte immer noch für meine Schwestern und meine Mutter, welche mit ihm im Haus wohnten.

Mein Grossvater väterlicherseits starb an Prostatakrebs. Er lag lange Jahre auf dem Krankenbett. Meine perverse Tante wurde immer hasserfüllter, und ich ertrug ihre Nähe nicht, weil sie es liebte, mich zu attackieren und anzuklagen. Ich behielt Distanz, bis ich zu ihrem Sterbebett gerufen wurde, um für sie zu beten, was ich mit einem friedenerfüllten Herz auch tat. Jahre später, als eine erfahrene und reife Frau, nahm ich endlich allen Mut zusammen und konfrontiert meinen Onkel mit seinen schändlichen Taten. Zuerst schrieb ich ihm einen Brief, ein offizielles Dokument, und listete alle Vorfälle auf wie bei einer Anklage. Ich schickte den Brief eingeschrieben, an seine Tochter, um seine Ehefrau zu schonen. Dann organisierte ich ein Treffen mit ihm in seinem Büro. Er bewegte sich nervös hinter seinem Pult und benahm sich sehr überheblich, ganz seine Art. Er starrte mich drohend an, als wollte er mich einschüchtern. Ich eröffnete ihm seine Vergehen klar und deutlich. Er leugnete schnell, dass er mich als Baby vergewaltigt hatte. Das Heute war sein Feind. Ich wich nicht zurück und er warf seinen Kopf nach hinten mit einem trockenen, seltsam verkrampften Lachen und rief: «Ich habe genug Testosteron für drei Männer». Ich ignorierte sein Versuch, mich einzuschüchtern und zu beschämen, und fragte: «Wagst du es, meine Mutter eine Lügnerin zu nennen?» Er blickte versteinert und wich meinem Blick aus. Ich verliess sein Büro und sah ihn nie mehr seitdem.

Einige Jahre später erhielt er die Diagnose «psychopathische Paranoia» mit Demenz. Seine Frau und ich blieben 62 Jahre lang Freundinnen. Nie sprachen wir über seine Vergehen. Sie schlug vor, dass ich nicht zur Beerdigung fahren sollte. Ich denke es war ihr Weg mir zu sagen, dass sie es «wusste».

Die Generation meines Vaters ist nicht mehr. Was ist mit dem offensichtlichen Gefühl einer ausstehenden Entschuldigung? Tut es uns nicht allen leid?? Was ist mit meinem Grossvater und meinem Onkel, die sich hinter einer religiösen Fassade und dem Respekt eines öffentlichen Amts versteckten? Diese Männer haben ihre mörderischen Taten nie zugegeben. Und Grossmutter? Wo ist ihre Entschuldigung? Gab es irgendeinen Grad von Reue? Ja, ich glaube, dass da etwas war, aber nur zwischen Gott und ihr. Sie fastete und weinte jeden Montag ihres Lebens, so lange ich sie kannte. Grossvater und Grossmutter sandten mich zu einem teuren christlichen College für mein 10. Schuljahr und meine Schwestern und Cousinen zu christlichen Sommercamps. War es, um sich ihr Gewissen uns gegenüber zu erleichtern? Wollte er damit sagen: «Gute Mädchen, ihr hat nichts erzählt!» Wie viele Pädophile nehmen ihre Verbrechen mit ins Grab, ohne jemals ihre Sünden eingestanden und um Vergebung gebeten zu haben und somit ihren Opfern ein Abschliessen verunmöglichen?

Ich verfolgte meine Ausbildung, weil ich auf jede erdenkliche Weise bereit sein wollte, denjenigen zu helfen, die gleiches erlebt haben wie ich in meiner eigenen Kindheit. Sexueller Missbrauch ist in meinen Augen die grösste Demütigung, die ein Kind erleben kann. «Unlöslicher Fleck» ist der Name meines jüngsten Buches zu diesem Thema. Darin beschreibe ich Auszüge aus den Leben von vielen Patienten weltweit. Gemeinsam haben wir daran gearbeitet, dass sie einen Weg aus den Tiefen des Kindsmissbrauchs finden konnten. Dieses Buch sehe ich als ganz wichtigen Bestandteil dieses begonnenen Werkes, in welchem ich auch die «Schlüssel zum Leben und Tod» erkläre. Matth.16.16-19. Das waren tatsächlich die Schlüssel, die mir halfen bei meiner Heilung, und ich brauche diese Grundlagen auch heute noch. Sie helfen mir, Gesundheit zu erlangen und meinen Geist in Frieden zu erhalten. Die Echos, Schatten und Erinnerungen an die Vergangenheit verfolgen mich nicht mehr. Dafür bin ich ewig dankbar.

Offen über Kindesmissbrauch zu sprechen war damals nicht üblich, weder in der Zeit von 1920 -1930, während meines Vaters Kindheit, noch 1940-1950 während meiner Kindheit, und auch nicht um 1960, als es meine Geschwister betraf. Zu jenen Zeiten wurde nicht darüber gelehrt. Diese giftige Seuche des Missbrauchs verbreitete sich weiter ungehindert in unserer Familie in jenen Jahren. Dank gottesfürchtigen Lehrern und gläubigen Freunden konnte ich diesen teuflischen Kreislauf durchbrechen. Zudem schenkte mir der Herr eine gute Gesundheit, so dass ich die Ausbildung zur Psychologin abschliessen konnte. Dadurch öffneten sich für mich Türen, um das Schweigen zu brechen, zu lehren und Betroffene zu beraten. Erstaunlicherweise startete ich meine Arbeit in Deutschland und der Schweiz. Seitdem reiste ich um die Welt, um vielen Menschen mit Gottes Hilfe Heilung und Befreiung zu bringen.

In der erweiterten Familie meines Vaters greifen die Intrigen und Unwahrheiten bis tief in unsere Fundamente. Meine Geschwister und ich setzen uns immer noch mit dem auseinander, was wir verlassen haben. Teile von uns sind zersplittert. Unter uns herrscht nur ganz wenig Offenheit. Aber sie wächst. Einige entfernte Verwandte distanzieren sich von mir; sie fühlen sich immer noch unwohl gegenüber der unangenehmen Realität. Es ist einfacher, abzulehnen und zu ignorieren als diejenigen zu umarmen, die uns an die eigenen Verletzungen erinnern könnten. Für viele meiner direkten Cousins und Cousinen bleibe ich eine Persona non grata. Freundlichkeit ist ein wertvolles Gut. Einige von uns haben den Glauben unserer Väter angenommen. Wir sind jenen Familienmitgliedern aus der Familie meiner Mutter ewig dankbar, die so manche Lücke mit ihrer Liebenswürdigkeit und Güte gefüllt haben. Immer wieder schützten sie uns vor verschiedenen Stürmen.

Mein Ehemann, mit welchem ich nun seit 50 Jahren verheiratet bin, ein Dokumentarfilmer, steht mir bei. Unsere 4 Söhne sind 4 Generationen weiter als meines Vaters Vater, welcher 1885 zur Welt kam. Ich habe sie offen informiert über die Abgründe des sexuellen Missbrauchs, welcher meine Geschwister und ich erlebten. Unser ältester Sohn führte seine Brüder an mit dem Versprechen: «Die Seuche des Inzests wird nie mehr unter uns genannt werden! Nicht solange wir leben!» In meinen Seminaren habe ich zu vielen Eltern gesprochen, die ihren Kindern nie erzählt haben, was sie selbst als Kinder erdulden mussten. «Wie sollen unsere Kinder lernen, wenn wir sie nicht vorbereiten fürs Leben?» Meine Söhne sind aktiv, um ihre eigenen Kinder zu schützen, unsere Grosskinder. Sie alle arbeiten für Medien, und wir haben ihnen die Möglichkeiten gegeben, meine Arbeit über Missbrauch zu dokumentieren. Sie helfen mir, weltweit Betroffene zu ermutigen, zu entwischen, aufzustehen, befreit zu werden und frei zu werden, was ein lebenslanger Prozess ist. Wir haben über lange Jahre zusammengearbeitet, zu verschiedenen Zeiten, in verschiedenen Nationen, um Filme, CDs, Websites oder TV Sendungen zu produzieren, welche die Plage des Inzests einem weltweiten Publikum bekannt machen. Die letzten 4 Jahre arbeiteten wir für die Sexsklaven in Nepal. Unser TV Dokumentarfilm zu diesem Thema heisst «CAN Change Action Nepal» – Du kannst den Unterschied machen!

Gott sei Dank hat die jüngere Generation andere Möglichkeiten. Indem wir meine Erfahrung mit ihren technischen Kenntnissen kombinieren, können wir verfolgten und gejagten Opfern helfen. Wir arbeiten daran, die neue Generation zu stärken mit Wahrheit, Wissen und dem Mut, es möglich zu machen. Sie können mein Werk nehmen und breitere Strassen bauen, um dieser weltweite Plage realistisch zu begegnen. Gemeinsam können wir etwas bewirken. Sie besitzen die Fähigkeiten und die moderne Technik, welche es ermöglichen, die Welt zu verändern. Über die Hälfte der Jugend lebt zurzeit in Konfliktgebieten mit Kriegen, Terrorismus und sexuellem Missbrauch. Zusammen können wir etwas bewirken, um eine Welt voller Mitgefühl zu schaffen, indem wir zusammen dienen.

Zusammenfassung:

Wenn sexueller Missbrauch Teil deiner Lebenserfahrung ist und du bis jetzt nichts dagegen unternommen hast, suche eine vertrauenswürdige Person und erzähle ihr davon. Bleibe nicht einfach dort, wo du bist. In privaten Gesprächen sehe ich zerrüttete Leben erneuert. Einen sicheren Ort zu schaffen ist eine Kunst. Helfen Sie mir, solche Orte zu schaffen, Zeit, und ein offenes Herz für die Leidenden. Was geschieht mit den Tätern, die nicht wiederstehen können, den schwächsten Gliedern unserer Gesellschaft an Geist, Seele und Körpern solchen Schaden zuzufügen? Sie gehören zu den gefährlichsten Menschen auf dieser Welt. Ihr Tatort ist mitten im geschützten Raum der Familien. Was werden wir dagegen tun?

Zum Schluss stellt euch die Frage: «Was passierte mit Herrn Harvey Weinstein, diesem Hollywood Mogul, dass er zu einem solchen Monster wurde?» Ganz sicher wurde die Saat dieses krankhaften Benehmens tief in den privaten Bereichen seiner eigenen Kindheit gesät. Und mein Grossvater… wer zerstörte seine Kindheit?

«Du hast meine Seele vom Tod gerettet, ja, meine Füsse vom Sturz, dass ich wandle vor dem Angesicht Gottes im Licht der Lebendigen.» Psalm 56.13

«Man wird dich nicht mehr «Verlassene» nennen. Sondern Gottes Liebling nennt man dich. Fürchte dich nicht, ich habe dich erlöst. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Du bist mein!» Jesaja 62.4a.c, Jesaja 43.1a, Jesaja 49.16a